Die Gewerkschaft Unia kritisiert die Arbeitsbedingungen bei der Spitex MBS der Gemeinden Beromünster, Rickenbach, Büron und Schlierbach. Sie hat eine Petition an die Adresse der Trägergemeinden lanciert mit dem Ziel, die «miserable Situation» rasch zu beenden.
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Die Unia hat am Samstag in Bern eine neue Resolution verabschiedet. - Keystone

Als Anlass nennt die Gewerkschaft die Tatsache, dass innerhalb von zwei Jahren 28 Mitarbeitende die regionale Spitexorganisation verlassen hätten. Dort würden seit längerer Zeit unhaltbare Umstände herrschen, teilte die Unia Zentralschweiz anlässlich einer Medienkonferenz am Dienstag mit.

Die Mehrheit der Mitarbeitenden habe die Gewerkschaft mandatiert, die Probleme in ihrem Betrieb zu lösen. Demnach herrsche dort eine Führungskultur, die auf Misstrauen aufbaue, die Mitarbeitenden würden über die Massen kontrolliert und unter Druck gesetzt.

Ein Gespräch zwischen der Unia und der Spitex-Leitung sei ergebnislos geblieben. Eine daran beteiligte Arbeitnehmervertreterin wurde laut der Gewerkschaft in der Folge gar freigestellt. Mit der öffentlichen Petition sollen die Gemeinden nun dazu bewogen werden, in einen Dialog zu treten und Lösungen zu finden.

Die Druck-Vorwürfe könne er nicht bestätigen, sagte Spitex-Vereinspräsident Hanspeter Bühler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Spitex MBS entstand 2018 aus der Fusion der Spitex Michelsamt, Büron und Schlierbach. Die Mitarbeitenden betreuen etwas über 250 Klientinnen und Klienten.

Einzelne Mitarbeitende seien nach der Umstrukturierung mit ihrer Situation unglücklich oder unzufrieden, hält Bühler fest. Mit diesen sei man über die Unia im Austausch, auf einzelne Anliegen könne man aus Datenschutzgründen nicht eingehen.

Der Gewerkschaft wirft er vor, nicht an einer sachbezogenen Lösung orientiert zu sein. Die Spitex wünsche sich eine externe Mediation, um die Situation zu beruhigen, was die Unia aber verhindere.

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