In den vergangenen 50 Jahren haben noch nie so wenig Kinder wie im Jahr 2022 die Nidwaldner Volksschule besucht. Rückläufig ist auch die Zahl der Geburten.
Dorfzentrum Stans.
Dorfzentrum Stans. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Im zu Ende gehenden Schuljahr 2021/22 ist die Zahl der Schüler im Kindergarten und in der Primar- sowie Orientierungsschule in Nidwalden auf 5057 (Vorjahr: 5098) gesunken, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Bildungsstatistik hervorgeht. Dies entspricht einem Tiefststand seit Beginn der statistischen Erhebung im Schuljahr 1970/71.

Der Rückgang der Schülerzahlen gehe mit dem Bevölkerungsanteil der unter 20-Jährigen einher, bei dem Nidwalden fast den tiefsten Wert aller Kantone aufweise, heisst es weiter.

Nidwalden und Obwalden sind laut der Medienmitteilung zur Bildungsstatistik die einzigen Kantone, in denen es im Pandemiejahr 2021 einen Geburtenrückgang gab. Schweizweit kamen 4,1 Prozent mehr Babys auf die Welt – gesamthaft 89'400. Eine solche Zunahme wurde seit 1988 nicht mehr verzeichnet.

Vermehrt Kinder mit einer geistigen Behinderung heilpädagogisch begleitet

In den vergangenen Jahren wurden laut der Statistik im schulischen Umfeld vermehrt Kinder mit einer geistigen Behinderung heilpädagogisch begleitet. Der Anstieg seit dem Schuljahr 2012/13 beträgt 91 Prozent.

Von 86 Kindern im Schuljahr 2021/22 (Vorjahr: 79) wurden 43 integrativ in den Gemeindeschulen unterrichtet und heilpädagogisch unterstützt. Die andere Hälfte wurde in der Heilpädagogischen Schule in Stans betreut.

Die Anzahl Schüler am Kollegium nahm im Schuljahr 2021/22 erneut ab und zwar von 469 auf 464. Dieser Trend hält seit drei Jahren an. Seit rund zehn Jahren steigt auf der Sekundarstufe II der Anteil der Jugendlichen in der beruflichen Grundbildung. Auch deshalb seien die im Kanton Nidwalden abgeschlossenen Lehrverhältnisse über die vergangenen Jahre konstant geblieben.

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