Pfanni setzt im 6-Punkte-Spiel ein Ausrufezeichen
Der UHC Pfannenstiel bezwingt den direkten Playoff-Rivalen UHC Grünenmatt dank starker Defensive und Teamarbeit deutlich mit 7:2.

Wie der UHC Pfannenstiel berichtet, zeigt das Team im Duell gegen einen direkten Playoff-Widersacher UHC Grünenmatt eine geschlossene Teamleistung und kann letztendlich mit 7:2 den höchsten Saisonsieg feiern, ein Sieg der auf Grund der Spielanteile sicherlich etwas zu hoch ausfällt. Die Zürcher Oberländer verdienten sich den Sieg dank einer äusserst disziplinierten Defensivleistung und einem starken Schindele im Tor.
Die Wichtigkeit dieses Spiels war wohl jedem bewusst, ist doch zum jetzigen Zeitpunkt jeder Punkt Gold Wert im Kampf um den letzten Playoff-Platz. Die Emmentaler starteten besser ins Spiel und setzten Pfanni gleich von Beginn an mit Ihrem Mann-Mann-Spiel arg unter Druck.
Bereits in den ersten Minuten kamen Gfeller und Schilt zu gefährlichen Abschlüssen und in der vierten Spielminute traf Briggen nur die Querlatte. Eine Verschnaufpause erhielt Pfanni dann in der sechsten Minute als Salzmann wegen eine Stockschlages auf die Strafbank musste.
Intensiver Schlagabtausch ohne Ertrag
Die gefährlichste Chance in diesem Überzahlspiel hatte dabei Hurni, doch Grünenmatt-Torhüter Aubert konnte im Nachfassen klären. Kurz vor Ende des Powerplays hatte Pfanni gar noch Glück nicht in Rückstand zu geraten.
Thierstein verpasste nach einem 2:1-Gegenstoss das offene Tor. In der zwölften Minute stand der Däne Madsen alleine vor dem Pfanni-Tor, doch sein Zorro-Move misslang und Pfanni konnte durchschnaufen.
In der 15. Minute durften auch die Einheimischen erstmals in Überzahl auflaufen, doch auch sie blieben erfolglos. In den letzten Minuten eines äusserst intensiven und animierten Drittels kamen van Welie und Dudler für Pfanni und Niemelä für Grünenmatt noch zu guten Abschlussmöglichkeiten, doch das Drittel blieb torlos. Pfanni konnte mit viel Disziplin und bedingungslosem Einsatz das 0:0 in die Pause retten.
Effizienz bringt Pfanni in Front
Auch im Mitteldrittel hatten die sehr aktiv agierenden Emmentaler die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch dieses Mal scheiterte Topscorer Niemelä an der Hand von Schindele. Besser machte es auf der Gegenseite van Welie.
Nach einem schönen Pass von Luchsinger in Überzahl traf er zur 1:0-Gästeführung. Die Freude währte aber nur gut drei Minuten. Nach einem Gegenstoss war es Lüthi, der die einheimischen Fans mit einem satten Schuss und dem Ausgleich zum 1:1 in Ekstase versetzte.
Zur Spielmitte war es dann Flückiger, der das 2:1 hätte erzielen müssen, doch auch er verpasste das offene Tor und so war es dann Pfanni, dass das nächste Mal jubeln konnte. Verteidiger Scheuner behauptete an der Mittelline den Ball und stürmte unaufhaltsam der rechten Bande entlang, ehe er mit einem Schuss in die entfernte Torecke Torhüter Aubert düpierte.
Traumkombination bringt die Vorentscheidung
Mit dieser Führung im Rücken zeigte sich Pfanni nun eiskalt. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss auf Luchsinger legte dieser quer zu Ernst und dieser leitete weiter auf den nach vorne gestürmten Bier, der den Ball zum 3:1 in die Maschen hämmerte – ein äusserst sehenswertes Tor.
Nur Sekunden später blieb den Gästefans der erneute Jubel im Halse stecken. Aubert wehrte einen Volleyabschluss von Ushiu mirakulös mit dem Fuss ab. Nur wenig später durfte dann doch gejubelt werden.
Hafner zog in die Mitte und schloss erfolgreich zum 4:1 ab. Aubert war dieses Mal machtlos, da er durch eine Intervention seines eigenen Verteidigers an Forrer aus der Position gebracht wurde. Mit dieser wichtigen 3-Tore-Führung durfte Pfanni in die zweite Pause, das letzte Drittel musste aber wegen einer Strafe gegen Schläpfer in Unterzahl in Angriff genommen werden.
Kollektiver Abwehrkampf
Das Boxplay zum Start des Drittels funktionierte aber erneut einwandfrei, so sah sich Grünenmatt gezwungen es bereits mit der Herausnahme des Torhüters zu versuchen, jedoch vorerst noch ohne Erfolg. In der der 45. Minute verlor Pfanni kurz die Inside-Position, was Lüthi ausnutzte und Thierstein im Slot lancierte, der auf 2:4 verkürzte.
Die Spannung war also zurück doch die Reaktion folgte postwendend. Hafner verwertete in Form eines Penaltys sehenswert zum 5:2-Führungstreffer. Dieses Resultat bewog Grünenmatt-Trainer Ollonqvist bereits in der 47. Minute sein Time-Out einzuziehen und fortan bei Ballbesitz das Glück mit 6-gegen-5-Feldspielern zu suchen.
Der Erfolg dieser Aktion war viel Ballbesitz, aber nur wenig torgefährliche Aktionen. Dies lag primär an der aufopferungsvoll kämpfenden Pfanni-Defensive, die angetrieben von den lautstarken Fans kämpfte wie die Löwen und sich in jeden Schuss warf.
Entscheidung in der Schlussphase
Auch eine weitere Überzählsituation in der 55. Minute konnten die Emmentaler dabei nicht ausnutzen. Die definitiv Entscheidung fiel dann in der 58. Minute, als Schläpfer im gegnerischen Slot im Nachschuss zum 6:2 einschieben konnte.
Den Schlusspunkt setzte dann Captain, dreifach Torschütze und Best Player Hafner, nachdem er Madsen den Ball abluchste traf er zum 7:2 ins verlassene Gehäuse. Ein eminent wichtiger Sieg für Pfanni in diesem Direktduell, aber vor allem eine unglaublich disziplinierte und engagierte Teamleistung jedes Einzelnen führten zu Gewinn dieser drei Punkte.
Verteidiger Heierli meinte im Nachgang: «Ein von Anfang bis zum Ende sehr umkämpftes Spiel. Unsere Tore kamen zu guten Zeitpunkten, womit wir dem Gegner jeweils wieder den Wind aus den Segeln nehmen konnten.».
Belohnung für Geduld und Disziplin
Auch Hafner sah dies ähnlich: «Zu Beginn war es ziemliche Knochenarbeit gegen die aggressive Mann-Mann-Spielweise der Mättler. Mit der Zeit kamen wir besser ins Spiel und fanden Lösungen um sie auszuspielen. Letztendlich war es eine souveräne Teamleistung oder wie es unser Trainer Werner gesagt hat, gegen diese Spielweise nur zwei Tore zuzulassen war schon stark.».
Für Pfanni heisst es nun aber nicht Beine hochlagern, denn schon am Sonntag, 1. Februar 2026 stand um 17 Uhr das Nachholspiel der 18. Runde auswärts beim starken Ad Astra Obwalden auf dem Programm, welche am gestrigen Abend einen der Aufstiegsfavoriten, die Kloten-Dietlikon Jets, mit 8:3 in die Schranken wiesen.
Für Pfanni geht es erneut zu versuchen wichtige Punkte einzufahren, denn nach wie vor befinden sie sich mitten im Playoff-Kampf und brauchen noch sechs Punkte um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.






