Stadt Zürich

Zwei Brandopfer von Crans-Montana fangen Spitalkeim ein

Bettina Zanni
Bettina Zanni

Zürich,

Das Universitätsspital Zürich behandelt mehrere Brandopfer von Crans-Montana. Zwei infizierten sich mit einem Spitalkeim. Eines von ihnen ist gestorben.

Spital
Ist die Haut zerstört, können Spitalkeime ungehindert in den Körper eindringen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 18-jähriges Brandopfer aus Lutry VD starb am Samstag im Unispital Zürich.
  • Er und ein weiterer Patient steckten sich mit einem Spitalkeim an.
  • Ob er auch daran starb, ist aber entgegen eines Berichts unklar.

Fünf Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana kämpfen im Universitätsspital Zürich aktuell um ihr Leben. Für den 18-jährigen A. aus Lutry VD gibt es keine Hoffnung mehr.

Am Samstag ist der junge Basketballer gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 41.

Er und ein weiterer Patient haben einen Spitalkeim eingefangen. Dabei handelt es sich um den antibiotikaresistenten Acinetobacter baumannii.

Hast du dich schon einmal mit einem Spitalkeim angesteckt?

«Wir betreuen derzeit zwei Patienten mit einem antibiotikaresistenten Acinetobacter baumannii», bestätigt Marcel Schlatter gegenüber Nau.ch. Er ist Mediensprecher beim Unispital Zürich. «Darunter auch der gestern gestorbene Patient.»

«Tritt leider immer wieder auf»

Ist die Haut zerstört, verliert sie ihre Schutzfunktion. Da Keime ungehindert in den Körper eindringen können, ist das Infektionsrisiko von Brandopfern sehr hoch.

Gleichzeitig sind Spitäler ein Hotspot für multiresistente Keime.

«Acinetobacter baumannii tritt leider immer wieder im Zusammenhang mit der Behandlung von schwer brandverletzten Patienten auf», sagt Marcel Schlatter. Weitere Übertragungen hätten sie in den vergangenen vier Wochen verhindern können.

Mediensprecher dementiert

Das Portal «Inside Paradeplatz» sorgte am Montagmorgen mit einer Falschmeldung für grosse Betroffenheit. Demnach soll das Brandopfer aus Lutry an einem Krankenhauskeim gestorben sein.

«Diese Meldung kann ich nicht bestätigen», sagt Marcel Schlatter auf Anfrage.

Die Brandopfer, die im Unispital in Behandlung sind, leiden laut dem Mediensprecher alle unter schwersten Verletzungen. «Insbesondere die durch das Feuer verursachten gravierenden Lungenschädigungen stellen derzeit eine grosse Herausforderung dar.»

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