In einem spannenden Spiel gegen den UHT Eggiwil gewinnt der UHC Pfannenstiel mit 6:4 und zieht ins Sechzehntelfinale des Cups ein.
Der UHC Pfannenstiel jubelt
Der UHC Pfannenstiel jubelt - UHC Pfannenstiel

Die Revanche ist geglückt. Der UHC Pfannenstiel besiegt im Rahmen des Cup-1/32-Finals den UHT Eggiwil mit 6:4. Vor einer berauschenden Kulisse überzeugte Pfanni mit grosser Souveränität, Leidenschaft und einem unbändigen Siegeswillen.

Den Zürcher Oberländer war von Beginn an anzusehen, dass sie sich für den Abstieg aus der NLB gegen eben diesen UHT Eggiwil revanchieren wollten und vor allem wollten sie in die nächste Cup-Runde einziehen.

Das Heimteam startete etwas nervös ins Spiel, hatte aber dennoch vermehrt Ballbesitz. In der 8. Spielminute kamen sie durch Nideröst zur ersten Grosschance, doch Nideröst blieb am starkspielenden Schor im Eggiwiler Tor hängen. Kurze Zeit später war dann aber Schor machtlos.

Scheuner schnappte sich in der eigenen Hälfte den Ball zog an Freund und Feind vorbei und versenkte den Ball absolut um umjubelten 1:0-Führungstreffer im Eggiwiler Gehäuse. Die Emmentaler, durch dieses Tor geweckt, zwangen eine Zeigerumdrehung ihrerseits Pfanni-Hüter Weber zu einer Glanztat.

Mit einem Unentschieden ging es in die Pause

In der Folge wog das Spiel hin und her, wobei die grösste Chancen noch Suter mit seinem Pfostenschuss in der 13. Minute hatte. So schien es mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen.

Leider nur schien, denn kurz vor der Sirene schnappte sich Kirchhofer den Ball in der Pfanni-Ecke, fackelte nicht lange und traf mit der Sirene in die nahe hohe Torecke zum 1:1. Ein unnötiges Tor aus Pfanni-Sicht, dass es nun wegzustecken galt.

Trainer Werner war aber dennoch mit dem Gezeigten zufrieden, zeigte doch Pfanni abgesehen von einigen Eigenfehlern ein starkes erstes Drittel. Daran sollte in den zweiten 20 Minuten angeknüpft werden.

Pfanni ging mit einem knappen 3:2 ins letzte Drittel

Der Start misslang den Zürchern aber gänzlich. Nach einem Ballverlust an der Bande, spielte Bigler kurz zu Bieri, der Torhüter Weber zur erstmaligen Berner Führung bezwingen konnte. Pfanni liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und spielte in der Folge sehr abgeklärt und souverän.

Auch eine Strafe gegen Suter stoppte die Bemühungen nicht. Im Gegenteil, in der 27. Spielminute fiel der verdiente Ausgleich zum 2:2 in Unterzahl. Nideröst traf nach Vorlage von Heierli. Der spätere Best Player Nideröst war es auch, der zu Spielmitte die Hausherren wieder in Führung brachte.

Nach einem Lauf zog er unwiderstehlich ab und liess dem Eggiwiler Schlussmann keine Abwehrchance. Mit der Führung im Rücken erarbeitete sich Pfanni nun einige zum Teil hochkarätige Chanen.

Nideröst scheiterte mit einem Knaller am gegnerischen Torgehäuse und Luchsinger im eins gegen eins an Torhüter Schor. Somit hatte dieses 3:2 auch zur zweiten Drittelspause bestand. Das letzte Drittel versprach also weiterhin viel Spannung.

Das letzte Drittel begann Torreich

Pfanni konnte gleich zu Beginn des Drittels wieder Druck aufsetzen. Dabei scheiterte Luchsinger früh am Eggiwiler Gehäuse, doch nur 5 Sekunden später spielte Luchsinger auf Bartenstein, der den Ball zum 4:2 in die Maschen lenkte. Die Freude über die Zweitore-Führung währte aber nicht lange.

Nach einem Fehlpass aus der Pfanni-Defense heraus traf Eggiwil zuerst nur den Pfosten, konnte dann aber den Nachschuss durch Topscorer Schwendimann zum Anschlusstreffer verwerten. Nur drei Minuten später war dann das Spiel wieder völlig offen. Mucha fand im Slot den völlig freistehenden Steiner, der sich nicht zweimal bitten liess und zum 4:4 Ausgleich einschoss.

Pfanni übernahm aber rasch wieder das Zepter und hatte durch Suter den erneuten Führungstreffer auf dem Stock. In der 48. Minute reduzierte dann Pfanni auf 2 Linien. Dies sollte sich auszahlen.

Pfanni siegt in einem spannenden Spiel

In der 53. Minute war es dann nach einer schönen Kombination von Kyburz über Luchsinger zu Bartenstein letzterer, der auf clevere Art und Weise das Heimteam wieder in Führung brachte. Die Stimmung in der Halle war nun auf dem Siedepunkt und das blieb bis zur Schlusssirene auch so.

Erst recht als Luchsinger in der 56. Minute den nach vorne geeilten Schellenberg fand, der mittels Direktabschluss zum 6:4 einnetzte. Die Vorentscheidung? Ja, es war sie. Eggiwil versuchte zwar mit dem Time-Out und der Herausnahme des Torhüters nochmals alles, doch das Resultat hatte bis zur Schlusssirene bestand.

Fast wäre noch das 7:4 ins verlassene Gäste-Gehäuse gefallen, doch Moser scheiterte um Sekundenbruchteile an der Schlusssirene. Der Jubel kannte keine Grenzen und vor allem die Art und Weise des Sieges war eindrücklich.

Der Traum geht weiter

Das sah auch Doppeltorschütze Bartenstein so «Wir wurden taktisch sehr gut auf dieses Spiel eigestellt. Heute sah man auch das Potential, dass in diesem Team steckt, wenn wir gemeinsam an einem Strick ziehen. Zudem macht es einfach Spass bei einer solchen Stimmung spielen zu dürfen».

Verteidiger Schellenberg schlug in dieselbe Kerbe «Es hat einfach alles gepasst – Garderobe, Halle, Spielvorbereitung. Heute hat die Mannschaft gewonnen, die den Sieg mehr wollte. Wir blieben immer cool und haben letztendlich verdient gewonnen».

Nun wartet im Cup-1/16-Final der UHC Black-Sticks Embrach aus der 3.Liga oder Ticino Unihockey aus der NLB. Pfanni darf also weiter träumen. Gegner und Spieldatum folgen rasch möglichst.

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