Kanton St. Gallen: Denkmaltage – acht kostenlose Führungen im September
Am 9., 11. und 13. September laden die Denkmalpflege-Fachstellen im Kanton St. Gallen zu acht kostenlosen Veranstaltungen in St. Gallen, Mels und Weisstannen.

Die Denkmalpflege-Fachstellen von Stadt und Kanton St. Gallen laden am 9. und 13. September zu den Europäischen Tagen des Denkmals nach St. Gallen, Mels und ins Weisstannental ein. Im Fokus stehen innovative Lösungen, die gefährdete Ortsbilder und Kulturobjekte zu Trägern einer neuen Lebensqualität machen. An kostenlosen Führungen kann das baukulturelle Erbe des Kantons St. Gallen entdeckt und Konkretes über die Erhaltensmassnahmen erfahren werden.
An den Europäischen Tagen des Denkmals öffnen sich in der Schweiz unter dem Titel «In Gefahr?» die Türen zu mehr als 450 einzigartigen Kulturorten. Gefährdet sind historische Gebäude und Ortsbilder, wenn sie ihre ursprüngliche Nutzung verlieren, sie aus der Mode kommen oder aufgrund anderer Interessen, wie verdichtete Bauweise, Klimaschutz oder Wirtschaftlichkeit. Aber auch der Verlust von traditionellem Handwerk kann zu einem schleichenden Verlust am baulichen Erbe führen.
Am Mittwoch, 9. September lädt die städtische Denkmalpflege im Rathaus St.Gallen zur Vernissage der Ausstellung «Kleine Architektur – Grosse Geschichten» ein. Kleinbauten in der Stadt St. Gallen Am Mittwoch, 9. September lädt die städtische Denkmalpflege im Rathaus St. Gallen zur Vernissage der Ausstellung «Kleine Architektur – Grosse Geschichten» ein. Waschhäuser, Gartenpavillons, Trafostationen, Pumpwerke, Marktpavillons, Wartehallen und Bedürfnisanstalten erzählen Geschichten.
Die Ausstellung zeigt die Bedeutung dieser Kleinbauten als Geschichtsträger und wie viel sie zur Vielfalt und Identität der Stadt beitragen.
Gemeinsame Eröffnung in Appenzell
Am Freitag, 11. September findet im Rathaus Appenzell die gemeinsame Eröffnungsveranstaltung der Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen sowie der Stadt St. Gallen statt. Prof. Sandra Bühler Krebs zeigt in einem Fachreferat auf, wie gute Baukultur Identität stiftet und wie neue Bauten harmonisch in den bestehenden Ortscharakter integriert werden können.
Kulturerbe entdecken in Mels und Weisstannen
Am Sonntag, 13. September, lädt die kantonale Denkmalpflege nach Mels und Weisstannen ein. Die Gemeinde Mels hat beispielhaft und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Graubünden eine aktive Ortsentwicklung vorangetrieben. Prof. Sandra Bühler Krebs zeigt auf, wie Projekte im Dialog mit der Melser Bevölkerung und den Schulkindern umgesetzt wurden und wie ein sorgsamer Umgang mit dem historischen Bestand mit einer sensiblen Weiterentwicklung vereinbar ist.
Zentral für die Entwicklung des Dorfes war der Neubau des Gemeinde- und Kulturzentrums «Verrucano» aus dem Büro Raumfindung Architekten in Rapperswil. Der ehemalige Gemeindepräsident Guido Fischer und Armin Bärtsch, ehem. Ressort Bau blicken im Gespräch mit der Denkmalpflege zurück auf den spannenden Planungsprozess.
Die Architektin Annina Peterer führt in die eindrücklichen Gewölbekeller des ‘Alten Rathauses’ und erzählt über die Herausforderung bei der Umsetzung dieses spannenden Projekts aus dem Atelier-f Kurt Hauenstein. Die Umnutzung der ehemaligen Textilfabrik Stoffel durch das Architekturbüro Meier aus Zürich führte nicht nur zu viel neuem Wohnraum mit hoher Lebensqualität, sondern sicherte auch den Erhalt des bedeutenden Denkmals der Industrie- und Ortsgeschichte. Ein Dorf im Wandel der Zeit, das birgt auch viel Geschichte und Anekdoten.
Der ehemalige Gemeinderatsschreiber und heutige Nachtwächter Stefan Bertsch führt mit der Denkmalpflergerin quer durch das Dorf.
In Weisstannen öffnen die «Alte Post», einst «Wirthschaft zum Alpenthal», Treffpunkt der Flösser und später Bäckerei, Laden und Post, ihre Türe. und das 1874 eröffnete Hotel Alpenhof ihre Türen und geben Einblick in die Geschichte und sorgfältige Instandstellung der beiden historischen Bauten. Auf eine bewegte Geschichte blickt auch das 1874 eröffnete Hotel Alpenhof, das dank sorgfältiger Instandstellung heute wieder wie damals Übernachtungen im Biedermeier- oder Belle-Époque-Zimmer anbietet.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Das detaillierte Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung stehen hier zur Verfügung.






