Bittere 0:3-Pleite: SC Brühl scheitert in Basel an Pfosten
Pech, Alutreffer und fehlende Effizienz: Trotz starker Paraden von Goalie Calvin Heim verliert der SC Brühl bei der U21 des FC Basel deutlich mit 0:3.

Es gibt Nachmittage, an denen die Pfosten mitspielen, und es gibt solche, an denen sie im Weg stehen, berichtet der SC Brühl. Der SC Brühl verliert im Leichtathletik-Stadion St. Jakob mit 0:3 bei der U-21 des FC Basel – ein Ergebnis, das deutlicher ausfällt als der Spielverlauf, und gleichzeitig eines, das man nicht schönreden muss.
Wer nach der ersten halben Stunde eine Zwischenbilanz gezogen hätte, wäre bei einem Namen gelandet. Bereits in der 4. Minute prüfte Axel Kuentz den Schlussmann, der mit einer ersten Glanztat zur Stelle war.
In der 18. Minute scheiterte Rilind Rushiti ebenfalls an Calvin Heim, und in der 43. Minute parierte er erneut gegen Marco Lopes aus spitzem Winkel. Dass es zur Pause noch 0:0 stand, war zu weiten Teilen sein Verdienst.
Cicek scheitert am starken Gästekeeper
Der SC Brühl hatte seine Momente. In der 13. Minute zog David Mistrafovic aus der Distanz ab, der Basler Torhüter klärte zur Ecke. In der 28. Minute lief Tunahan Cicek zentral aufs Tor zu – auch dort war der Gästekeeper zur Stelle, wie überhaupt an diesem Nachmittag ohne Fehl und Tadel.
Die grösste Gelegenheit fiel in die 38. Minute. Zunächst probierte es Felipe Dorta aus spitzem Winkel und setzte daneben, gleich danach profitierte der SCB von einer Unachtsamkeit der Basler Hintermannschaft: Mistrafovic hatte das halbe Tor vor sich – und traf den Pfosten.
Der Moment, der das Spiel drehte
Und dann jene Minute, an der sich der Nachmittag entschied. In der 46. Minute setzte Metin Bahtiyari den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten. Direkt im Gegenzug fiel das 1:0 für Basel durch Rilind Rushiti.
In der Entstehung wurde Lars Traber zu Fall gebracht, doch der Schiedsrichter liess weiterlaufen. Nathaniel Ogbodu spielte quer, Rushiti musste nur noch einschieben. Man kann über diese Szene diskutieren. Man wird sie in der Tabelle trotzdem nicht wiederfinden.
Es hätte sogar noch schneller schlimmer kommen können: In der 49. Minute traf Ogbodu den Pfosten, nachdem Fuad Rahimi den Ball noch abgelenkt hatte. In der 52. Minute hatte Fabio Lymann die erste Möglichkeit nach dem Rückstand, zielte aber knapp darüber.
In der 60. Minute erhöhte Marco Lopes auf 2:0. In der 81. Minute versuchte es Lymann erneut aus spitzem Winkel, der Torhüter lenkte zur Ecke. Zwei Minuten später machte Rushiti mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. In der 90. Minute probierte es Gabriele Razzetti noch einmal – der Basler Schlussmann war an diesem Nachmittag schlicht nicht zu bezwingen.
Chancen bleiben ungenutzt
Zwei Pfostentreffer, ein Dutzend Abschlüsse, kein Tor. Und auf der Gegenseite eine Mannschaft, die aus ihren Chancen deutlich mehr gemacht hat. Dass Basel in jedem seiner bisherigen Spiele mindestens drei Tore erlebt hat, war bekannt – dass der SC Brühl an diesem Nachmittag keines davon beisteuern würden, weniger.
Bemerkenswert bleibt, dass der SC Brühl bis zur 46. Minute nicht schlechter waren. Ohne Calvin Heim allerdings hätte es zur Pause anders ausgesehen, und das gehört genauso zur Wahrheit.
Zehn Punkte aus sechs Runden. Am Samstag, 12. September, kommt der FC Schaffhausen ins Paul-Grüninger-Stadion – dann erstmals in dieser Saison mit offener Haupttribüne.









