27:25-Heimsieg: TSV St.Otmar stürzt Pfadi Winterthur

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Stadt St. Gallen,

Der TSV St.Otmar behält im umkämpften Spiel gegen Pfadi Winterthur kühlen Kopf: Über die gesamte Spieldauer in Führung sichert sich das Heimteam ein 27:25.

TSV St.Otmar St.Gallen
Der TSV St.Otmar St.Gallen ist ein polysportiver Verein in St.Gallen, Handball seine bekannteste Abteilung. - TSV St.Otmar St.Gallen/ Grafik Nau.ch

Wie der TSV St.Otmar berichtet, hat das Team die ersten Big Points der Saison gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Michael Suter rang Pfadi Winterthur vor 800 Fans in der Kreuzbleiche verdient mit 27:25 (14:11) nieder. Die beiden Teams schenkten sich dabei gar nichts.

Es war so etwas wie Playoff-Handball im September: Maximale Intensität, unzählige Zweikämpfe, stabile Deckungen und alle möglichen taktischen Ausprägungen. Dazu ganz viel Arbeit für die als Wischer eingesetzten Junioren, die bei hohen Temperaturen gefühlt bei fast jedem Angriff aufs Feld mussten – und entsprechend eine Matchdauer von fast zwei Stunden.

Und nach diesem grossen Fight jubelte richtigerweise St.Otmar über zwei Punkte. Die St.Galler lagen ab dem 1:0 während der gesamten Partie in Führung und wehrten sämtliche Aufholversuche der Winterthurer ab. Der achte Treffer des starken Marcus Stroustrup zum 27:23 (58.) machte endgültig den Deckel drauf.

Viele Zeitstrafen prägen die umkämpfte Partie

In der unter anderem von vielen Zeitstrafen geprägten Partie – sieben gegen St.Otmar, neun gegen Pfadi – erarbeitete sich das Heimteam schon früh Vorteile, weil die Deckung ganz vorzüglich funktionierte. Die Winterthurer mussten sich acht Minuten lang für den ersten Treffer gedulden; St.Otmar lag zu jenem Zeitpunkt schon drei Längen voraus.

In der stets sehr umkämpften, aber nie wirklich flüssigen oder schnellen Partie bedienten sich die beiden Trainer aller möglichen taktischen Varianten: Sieben gegen sechs, sieben gegen fünf, fünf gegen fünf in Überzahl, vier Rückraumspieler, vier Rückraumspieler plus ein Kreisläufer... nur eines änderte sich nicht: St.Otmar legte jeweils vor, Pfadi versuchte zu antworten.

Gelbschwarz hatte an diesem Sonntagabend aber auf einer Position einen entscheidenden Vorteil: Torhüter Andreas Björkman Myhr glänzte mit 15 Paraden und gewann das Goalieduell deutlich. Bei Pfadi kamen Ramon Kusnandar und der kurzfristig und im Geheimen verpflichtete schwedische Torhüter Rickard Frisk gemeinsam auf neun Paraden.

Kurze Pause vor dem nächsten Heimspiel

Es war aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität: Björkman Myhr zog den Winterthurern auch in mehreren freien Duellen den Zahn. Neben ihm und Stroustrup überzeugten erneut auch Moritz Heinl, der erstmals im Topscorer-Shirt auflaufen durfte, und Kreisläufer Carl Löfström. Das Team verdiente sich aber gerade defensiv vor allem als Kollektiv gute Noten.

Nach der bitteren Niederlage am Mittwoch in Aarau sind die beiden nicht unbedingt budgetierten Punkte gegen Pfadi eine Wohltat fürs Gemüt. Und wie wertvoll sie im Kampf um die Finalrunde noch sein können, zeigt allein der Blick auf die Tabelle: Von Platz 3 (Pfadi) bis Platz 7 (St.Otmar) haben aktuell fünf Teams vier Zähler auf ihrem Konto.

Nach dem Saisonstart mit vier Spielen in zwei Wochen steht jetzt eine kurze Erholungspause an. Am Mittwoch, 16. September, ist Stäfa zum nächsten Spiel in der Kreuzbleiche zu Gast.

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