1800 Kinder trainieren Verkehrssicherheit
Auf der Verkehrsschulungsanlage in der Olma-Halle 3 üben bis zu den Sommerferien rund 1800 Kinder sicheres Velofahren.

Wie die TCS Sektion St.Gallen–Appenzell mitteilt, ist seit Jahrzehnten die Verkehrsschulungsanlage auf dem Olma-Gelände zu Hause, bereits im sechsten Jahr ist diese in der Olma-Halle 3 in Betrieb.
Errichtet wurde sie durch die Firma Püntener AG sowie deren Nutzer (die Stadtpolizei St.Gallen, die Kantonspolizei St.Gallen und Kantonspolizei Appenzell I.Rh.). Der TCS kommt für die infrastrukturellen Kosten auf. Primarklassen nützen die Anlage für die Schulung.
Verkehrssicherheit praktisch trainieren
Bea Etienne, Verkehrsinstruktorin bei der Stadtpolizei St.Gallen, steht in der Olma-Halle 3 und instruiert eine Gruppe von Schülern: Sie weist auf Abzweigungen hin, auf Signalanlagen und Verkehrsschilder. Dann steigen die Kinder auf die Velos, die bis im Sommer in der Halle stehen. Der Parcours wird immer und immer wieder befahren.
Vorausgegangen sind zwei Lektionen im Schulzimmer der 4. Klasse, in denen es vor allem um die Signallehre und das richtige Verhalten auf der Strasse geht. Nun findet der praktische Übungsteil statt.
Seit dem 24. April 2026 und bis zu den Sommerferien werden Schulungen durch die Stadtpolizei, die Kantonspolizei St.Gallen und die Kantonspolizei Appenzell-Innerrhoden durchgeführt. Ungefähr 1800 Kinder benützen sie in dieser Zeit.
Lichtsignal, Stoppschild, Kreisel
Bei dem Besuch des TCS St.Gallen-Appenzell I.Rh. sind nebst den Polizeibeamten zwei Zivildienstpflichtige im Einsatz: Auch sie stehen auf der Anlage und geben den Schülern Hinweise zu ihrem Verhalten am Lichtsignal, am Stoppschild, im Kreisel oder beim Linksabbiegen. «Nach der OFFA wird die Anlage eingerichtet, mit Markierungen, Bäumchen, Tafeln und so weiter», sagt Erich Kuster.
Er arbeitet als Verkehrsinstruktor bei der Stadtpolizei St.Gallen und ist für die Verkehrssinnbildung der Schüler im Schulkreis West verantwortlich. An einem Samstagvormittag benützten kürzlich auch Viertklässler aus Appenzell-Ausserrhoden die Anlage.
Ein grosses Anliegen des TCS
«Unsere TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung stellt jedes Jahr die Infrastruktur zur Verfügung. Das beinhaltet die Lichtsignalanlagen, die Markierungen und die Hallenmiete», sagt Thomas Pfister, der Geschäftsführer des TCS St.Gallen-Appenzell I.Rh. Der TCS engagiere sich regelmässig auch auf anderen Ebenen in der Verkehrssicherheit – zum Beispiel mit Kursen, Ausbildungsmaterial und den bekannten Leuchtgürteln für Kindergärtler und Erstklässler.
Dafür investiere die Sektion jährlich mehrere Zehntausend Franken. Es sei dem Touring Club seit langer Zeit ein grosses Anliegen, gerade auch die jüngsten Verkehrsteilnehmenden im Strassenverkehr zu begleiten.
Situation ist nicht real
Welches sind die Herausforderungen beim Betrieb der Verkehrsschulungsanlage? Erich Kuster weist darauf hin, dass die Situation nicht real sei.
«Die Schülerinnen und Schüler müssen sich bewusst sein: Im richtigen Verkehr sind Autos, Busse, Motorräder und Fussgänger unterwegs. Aber der Aufenthalt hier macht Sinn für erste Erfahrungen im geschützten Raum.»
Ein zweiter Punkt: Für mehr Kinder als früher falle Velofahren von den koordinativen Voraussetzungen her schwer.
Man erkenne im Verlauf der zwei Trainingsstunden in vielen Fällen durchaus Fortschritte. Nach einer kleinen Trinkpause begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf die nächsten Runden.










