Kanton Solothurn: Sozialhilfequote sinkt leicht auf 3,3 Prozent

    Im Kanton Solothurn lag die Sozialhilfequote 2025 bei 3,3 Prozent. Geführt wurden 6442 Dossiers, die Kosten beliefen sich auf 93,8 Millionen Franken.

    Kanton Solothurn
    Blick auf die Aare und die Stadt Solothurn mit der St. Ursenkathedrale (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Die Sozialhilfequote im Kanton Solothurn ist 2025 leicht gesunken. Sie lag bei 3,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr.

    Die Sozialhilfequote ergibt sich aus Zahlen des Bundes. Aufgrund einer angepassten Erhebungsmethodik ist die Vergleichbarkeit der Quote mit den Vorjahren jedoch eingeschränkt. Für die detaillierte Betrachtung der Entwicklung stützt sich der Kanton deshalb ergänzend auf sein eigenes Sozialhilfereporting. Dieses enthält unter anderem Angaben zur Anzahl der Dossiers und zu den Kosten der Sozialhilfe.

    Im Jahr 2025 wurden in der Sozialhilfe insgesamt 6442 Dossiers geführt. Die Kosten für die Sozialhilfe betrugen 93,8 Millionen Franken.

    Fokus auf Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt

    Im Jahr 2025 wurden im Asyl- und Flüchtlingsbereich sowie bei Personen mit Schutzstatus S vermehrt qualifizierende Integrationsmassnahmen umgesetzt. Diese Programme bereiten die Klientinnen und Klienten gezielt auf den Arbeitsmarkt vor. Ziel ist es, ihnen eine nachhaltige Ablösung von der Sozialhilfe zu ermöglichen.

    Nachdem in den Vorjahren aufgrund der hohen Asylzahlen der Spracherwerb im Vordergrund stand, lag der Fokus 2025 vermehrt auf der Integration in den Arbeitsmarkt.

    Leichte Abnahme der Fallzahlen im Asylbereich

    Gemäss Sozialhilfereporting wurden in der Asylsozialhilfe im Jahr 2025 insgesamt 745 Dossiers geführt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 81 Dossiers. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der leicht rückläufigen Zahl der Asylgesuche und der höheren Zahl abgelehnter Gesuche.

    Trotz dieser Entlastung liegen die Fallzahlen weiterhin über dem Niveau der Jahre vor 2024.

    Erhöhte Kosten für den Kindesschutz

    Die Kosten für ausserfamiliäre Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen sind im Jahr 2025 um 4,4 Millionen Franken auf 24,1 Millionen Franken gestiegen. Gründe dafür sind sowohl die gestiegene Anzahl notwendiger Unterbringungen als auch höhere Durchschnittskosten pro Fall. Daten des Bundes deuten darauf hin, dass die zunehmenden psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zu dieser Entwicklung beitragen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Gaza
    138 Interaktionen
    Neue Gaza-Demo
    Granit Xhaka
    516 Interaktionen
    Impf-Zoff

    MEHR SOLOTHURN

    Kanton Solothurn
    Kanton Solothurn
    Kanton Solothurn
    1 Interaktionen
    Kanton Solothurn
    Solothurn Matthias Stricker
    1 Interaktionen
    Kanton Solothurn
    Kanton Solothurn
    Kanton Solothurn

    MEHR AUS SOLOTHURN

    Solothurn
    Für 2027
    Langendorf SO
    Langendorf SO
    7 Interaktionen
    Sperrung verhängt
    1 Interaktionen
    Entlassung verweigert