Drei Solothurner Betriebe sind von Schweinekrankheit betroffen
Im Kanton Solothurn ist in drei Landwirtschaftsbetrieben bei Schweinen eine für die Tiere ansteckende Lungenentzündung ausgebrochen. Die Schweinebestände von zwei dieser drei Betriebe werden innerhalb von zwei Wochen vollständig geräumt.

Für die betroffenen Betriebe sei bis auf Weiteres eine Sperrung verhängt worden, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Für Menschen sei die Krankheit mit dem Fachnamen Enzootische Pneumonie (EP) ungefährlich.
Der kantonale Veterinärdienst informiere die betroffenen Tierhaltenden laufend über die Massnahmen und unterstütze sie, hiess es. Für die finanziellen Folgen gelten laut Staatskanzlei die Vorgaben der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung sowie der kantonalen Bestimmungen zur Entschädigung von Tieren.
Nach Angaben des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ist in einem kantonsübergreifenden Verbund von Schweinezucht- und Mastbetrieben (Schweinering) die Krankheit EP ausgebrochen.
Von den angeordneten Massnahmen betroffen sind laut BLV 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen sowie 40 Mastbetriebe in 14 Kantonen. Die Schweinebestände in den 20 Zuchtbetrieben würden vollständig geräumt. In den 40 Mastbetrieben würden bis auf Weiteres Tierverkehrssperrungen gelten.
Durch den regelmässigen Tieraustausch im Schweinering bestehe ein erhöhtes Risiko einer weiteren Verschleppung. Eine teilweise Sanierung biete keine ausreichende Sicherheit, dass der Erreger aus allen betroffenen Beständen beseitigt werden könne, hiess es weiter.
Die vollständige Räumung solle die Infektionsketten unterbrechen, weitere Schweinehaltungen schützen und eine Ausbreitung über den betroffenen Schweinering hinaus verhindern.






