Kanton Solothurn: 2700 Personen nutzten die Darmkrebs-Vorsorge
Im Kanton Solothurn haben seit dem Start im September 2025 rund 2700 Personen das Darmkrebs-Screening genutzt. Ab 2027 wird das Angebot bis 74 Jahre erweitert.

Jährlich erkranken rund 4'500 Menschen neu daran. Wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, ist er meist gut behandelbar.
Durch die Entfernung von Krebsvorstufen kann eine Erkrankung sogar verhindert werden. Aus diesem Grund hat der Kanton Solothurn am 1. September 2025 ein Darmkrebs-Früherkennungsprogramm gestartet. Durchgeführt wird es von der Krebsliga beider Basel im Auftrag des Kantons.
«Die ersten Zahlen zeigen, dass das Angebot genutzt wird und einen wichtigen Beitrag zur Darmkrebsvorsorge leistet», sagt Dr. med. Bettina Bringolf-Isler, Co-Leiterin Screening-Programme Krebsliga beider Basel. «Besonders wertvoll ist, dass wir mit dem Screening Veränderungen erkennen können, bevor sie Beschwerden verursachen.»
2’700 Teilnehmende im ersten Jahr
Das Programm richtet sich derzeit an Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Solothurn zwischen 50 und 69 Jahren. Sie werden persönlich und gestaffelt angeschrieben und zur freiwilligen Teilnahme eingeladen. Zur Auswahl stehen der «Blut-im-Stuhl»-Test, der alle zwei Jahre wiederholt wird, und die Darmspiegelung, die alle zehn Jahre empfohlen wird.
Seit dem Programmstart haben rund 1’200 Personen einen «Blut-im-Stuhl»-Test und rund 1’500 Personen eine Darmspiegelung im Rahmen des Programms durchgeführt.
Angebot wird ab 2027 erweitert
Über die Hälfte der Darmkrebsneuerkrankungen tritt ab dem 70. Lebensjahr auf. Die obligatorische Krankenversicherung übernimmt daher seit letztem Jahr die Kosten der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung bei Personen im Alter von 50 bis 74 Jahren. Der Kanton Solothurn erweitert nun sein Angebot für die Darmkrebsvorsorge.
Ab dem 1. Januar 2027 können auch Einwohnerinnen und Einwohner bis zum Alter von 74 Jahren am kantonalen Darmkrebs- Früherkennungsprogramm teilnehmen. «Mit dieser Anpassung leisten wir einen zusätzlichen Beitrag zur Früherkennung von Darmkrebs und können so – bei entsprechender Teilnahme – in der Altersklasse mit dem höchsten Vorkommen von Darmkrebs unnötige Erkrankungs- und Todesfälle verhindern», sagt Kantonsärztin Bettina Keune-Dübi.
Die Einladungen zur Teilnahme am Programm erfolgen gestaffelt. Wenn man sich für das Programm registriert hat, werden die Kosten für die Screening-Untersuchung Franchise-befreit von den Krankenkassen übernommen. Die Teilnehmenden des Programms bezahlen somit lediglich einen Selbstbehalt von zehn Prozent.










