FC Einsiedeln

FC Einsiedeln erkämpft sich Remis gegen Adliswil

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Schwyz,

Der FC Einsiedeln hält dem starken FC Adliswil stand und spielt 0:0. Nach klar unterlegener erster Hälfte steigern sich die Gastgeber nach der Pause markant.

FC Einsiedeln
Der FC Einsiedeln ist ein Fussballclub in Einsiedeln im Kanton Schwyz. Der Sportplatz Rappenmöösli ist die Heimspielstätte des Vereins. - Grafik Nau.ch

Wie der FC Einsiedeln berichtet, bedeutet ein torloses Spiel nicht automatisch Langeweile. Das torlose Remis zwischen dem FC Einsiedeln und dem FC Adliswil bot den Anwesenden ansonsten alles, was den Fussball attraktiv macht. Nach knapp einer halben Stunde stellte auf der Tribüne ein Matchbesucher seinem Kollegen die Frage, wie lange das für den FCE noch gut gehen könne.

Die Frage war berechtigt. Der FCE wurde von einem glänzend aufgelegten Gegner geradezu überfahren. Angriffswelle über Angriffswelle rollte auf das Tor von Keeper Robin Nützel und seine Vorderleute wussten teilweise nicht mehr, wie ihnen geschah. Doch eines vergassen sie dabei nicht, nämlich mit Leidenschaft zu verteidigen.

Mit viel Einsatz und ebenso viel Glück schaffte es Rotschwarz tatsächlich, sich ohne Gegentreffer in die Pause zu retten, wurde dabei aber regelrecht schwindlig gespielt. Der FC Adliswil zündete ein wahres Chancenfeuerwerk, doch das Schwarzpulver explodierte nicht.

Wer einen solchen Chancenwucher betreibt, muss sich am Schluss nicht wundern, am Ende nur einen Bruchteil der Ernte eingefahren zu haben. Wer dem FCE nach 45 Minuten noch einen Punkt zugetraut hätte, wäre wohl laut ausgelacht worden. Über zehn vielversprechende Angriffe, davon sicher vier Topchancen, wahrscheinlich mehr als 90 Prozent Ballbesitz. Das musste erstmal verdaut werden.

Starke zweite Halbzeit bringt Einsiedeln einen Punkt

All das schien den FCE jedoch nicht sonderlich zu beeindrucken. Auch wenn es im zweiten Umgang zuerst den Anschein machte, als würde es im selben Stil weitergehen, gingen die Corrado-Jungs noch entschlossener ans Werk und profitierten zudem von ihrer hervorragenden Physis. Während der FCA seinem aufwändigen Spiel in der ersten Halbzeit mehr und mehr Tribut zahlen musste, zapften die Gastgeber ihre Energiereserven immer resoluter an.

Für einen zusätzlichen Booster sorgte der Dreifachwechsel in der Offensive. Vor allem Maxim Riedi nahm mit seiner spielstarken Art sofort Einfluss auf das immer ausgeglichenere Spiel. Dario Oechslins Abschluss ans Lattenkreuz hätte die Partie dann vollkommen auf den Kopf gestellt. Es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch der das Publikum auch ohne Tore in seinen Bann zu ziehen wusste. Davor durften sich zwei Akteure beim Schiedsrichter für dessen Fingerspitzengefühl bedanken, dass sie die Partie beenden durften.

Jan Auf der Maurs Foul hätte auch als Notbremse interpretiert werden können. Nefs Reaktion danach war nahe einer Tätlichkeit. Für die beiden Aktionen gab es auf beiden Seiten gelb. Ein guter Entscheid, denn die Partie wurde zwar intensiv aber zu keiner Zeit unfair geführt. Zum Mann des Spiels hätte in der Nachspielzeit der eingewechselte Domagoj Andacic avancieren können. Sein feiner Heber über Torhüter Seconi wusste dieser noch magistral ins Out zu lenken.

Der Lohn für eine tolle zweite Halbzeit wurde den Einsiedlern zwar verwehrt, wäre aber aufgrund der ersten 45 Minuten dann doch zu viel des Glücks gewesen. Eines hat dieses Spiel aber wieder einmal eindrücklich gezeigt. Fussball macht nicht unbedingt nur dann Spass, wenn Tore fallen und es einen Sieger gibt, sondern vor allem dann, wenn die Spieler alles in die Waagschale werfen, um ein möglichst positives Resultat herauszuholen. Das kann dann eben auch mal ein 0:0 sein.

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