FC Einsiedeln unterliegt trotz Aufholversuchen
Der FC Einsiedeln unterliegt YF Juventus 3:5. Trotz Aufholjagd und grossem Einsatz bleibt der Abstiegskampf für den FC Einsiedeln hochspannend.

Wie der FC Einsiedeln schreibt, präsentierte sich am Donnerstagabend, 4. Juni 2026, die Witterung so trist wie der letzte Auftritt in Wollishofen. Spätestens beim Einlauf der beiden Teams zum Glockengeläut von Hell Bells dürfte das vergangene Wochenende aber keine Rolle mehr gespielt haben.
Torhüter Räber peitschte seine Vorderleute von der ersten Minute an nach vorne und man merkte sofort, dass die Mannschaft den blutleeren Auftritt gegen Wollishofen mit beherzter Einstellung vergessen machen wollte. Die Gäste liessen sich davon jedoch nicht gross beeindrucken und markierten ebenfalls die nötige Entschlossenheit, um die Chance aus dem Tabellenkeller zu kommen zu nützen.
Zudem waren es die Zürcher, welche der Startphase den offensiven Stempel aufdrückte. Mit Toko hat die zweite Mannschaft von YF Juventus gar einen ehemaligen Super League Profi in ihren Reihen, welcher das Spiel seiner Mannschaft aus dem defensiven Mittelfeld heraus ankurbeln sollte.
Bereits in der 13. Minute nickte Oliver Borner nach einem Corner, der eigentlichen Paradedisziplin des FCE, von Leandro Albert den Ball in die gegnerischen Maschen. Das spielbestimmende Team blieb YF.
Einsiedeln schlägt vor der Pause zurück
Der Ausgleich liess dann auch nicht lange auf sich warten. Ron Suleymani musste den frei liegenden Ball nur noch über die Linie schieben – 1:1 (21.). Und es kam noch schlimmer. In der 31. Minute kam YF Juventus durch Junior Flor Eyamba ebenfalls zu seinem Kopfballtreffer.
Nachdem die Gangart eine Viertelstunde vor der Pause ruppiger wurde, schien dies auf den FCE wie ein Weckruf zu wirken. Plötzlich waren die Gastgeber besser im Spiel, traten dominanter und aggressiver auf. Der FCE gestaltete die Partie ausgeglichener und kam zwei Minuten vor dem Pausentee durch Rusmir Mujanovic zum vielumjubelten Ausgleich.
Doppelschlag entscheidet die Partie
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Angelegenheit weiterhin umkämpft. Die beiden Teams schenkten sich keinen Meter, die Partie oft durch Fouls unterbrochen. Bei den dominanten Phasen wechselte man sich fast freundschaftlich ab.
Und jede Phase wurde bemerkenswerterweise mit einem Tor abgeschlossen. Und auch diesmal täuschte der Eindruck nicht, denn die optisch etwas offensivere Mannschaft setzte zum Hammerschlag an.
Zum einen war das 2:3 von Lewis Tavarez ein echter Weitschusskracher (53.), zum anderen doppelte derselbe Skorer nur zwei Minuten später zum zweiten Nackenschlag nach. Für kurze Zeit musste befürchtet werden, dass der FCE auseinanderbrechen würde.
Zum Einbruch kam es nicht, auch wenn Toko im reifen Fussballeralter nochmals seine ganze Klasse aufblitzen liess und den Ball auf der Höhe der Mittellinie über Zweimetermann Räber im Einsiedler Tor versorgte. Dass der FC Einsiedeln auch bei einem Drei-Tore-Rückstand den Kopf nicht in den Sand steckte, darf als wichtiges Lebenszeichen interpretiert werden. So wie der Abend begonnen hatte, endete er auch, mit einem Tor für den FCE nach Eckball Albert.
Abstiegskampf bleibt hochspannend
Der FCE liegt zwar nach wie vor über dem Strich, allerdings punktgleich mit YF Juventus und Rümlang, welche die ersten beiden Abstiegsplätze belegen. Gegen YF Juventus hatte der FCE das Pech, dass dieser mit einer Mannschaft antrat, die nie und nimmer unter den Strich gehört.
Scheinbar konnten Akteure mobilisiert werden, welche das sinkende YF Schiff noch vor dem Untergang in die 3. Liga retten wollen und von der Qualität her auch durchaus in der Lage dazu sind.
Wenn der FCE in den verbleibenden drei Runden mit derselben Einstellung ans Werk geht wie gegen YF Juventus, kann sich auch dieser noch aus der misslichen Lage retten. Die heisse Schlussphase startet am Sonntag, 6. Juni 2026, um 14.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel gegen Co-Leader Wädenswil.








