Wie die Gemeinde Ingenbohl schreibt, hat die Gemeinde Interesse daran das Bahnhofsareal neu zu gestalten. Hierzu wird über einen Planungskredit entschieden.
Ifo Institut für Wirtschaftsforschung
Der Helm eines Bauarbeiters. (Symbolbild) - Keystone

Das Bahnhofareal Brunnen ist eine wichtige Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr im Talkessel Schwyz. Die gewachsenen Strukturen genügen in verschiedener Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne, funktionale Infrastruktur. Damit die Bedürfnisse der Bevölkerung auch in Zukunft befriedigt werden können, muss die Infrastruktur auf den heutigen Standard angehoben und ausgebaut werden.

Aufgrund der Komplexität des Projekts hat der Gemeinderat entschieden, sich mit Hilfe einer Testplanung in einem ersten Schritt die Möglichkeiten aufzeigen zu lassen und nach einer Bestvariante zu suchen. Hierzu wurden zwei Planerteams eingeladen. Diese Bestvariante liegt in der Zwischenzeit vor und muss in einem nächsten Schritt weiterentwickelt werden. Nun liegt das Sachgeschäft für den Planungskredit von 1'296'000 Franken vor.

Das Bahnhofareal Brunnen nimmt eine Schlüsselstellung für die künftige Entwicklung des Dorfs als Wohnort, als Arbeitsort und aus touristischen Überlegungen ein. Der Bahnhof Brunnen ist für die Bevölkerung der Gemeinde Ingenbohl eine wichtige Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr. Die heutige Infrastruktur beim Bahnhof ist nicht mehr zeitgerecht und entspricht nicht den heutigen Anforderungen an eine regionale ÖV-Drehscheibe.

Mit Zweikreisellösung wird Maximum an Flexibilität erreicht

Aufgrund der abgeschlossenen Testplanung ist klargeworden, dass es möglich ist, die Verkehrsdrehscheibe als Bindeglied zwischen Bahn, Bus, Langsamverkehr und motorisiertem Individualverkehr (MIV) zu gestalten. Mit vier möglichst flexiblen Busanlegekanten kann langfristig eine zentrale, leistungsfähige Businfrastruktur realisiert werden, welche die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes umsetzt.

Ebenso hat sich gezeigt, dass mit einer Zweikreisellösung nicht nur ein Maximum an Flexibilität erreicht, sondern auch eine vom Individualverkehr befreite Platzfläche gestaltet werden kann. Mit entsprechenden Grünelementen lässt sich eine angemessene, beruhigte Raumgestaltung erzeugen, die der Funktion des Bahnhofplatzes als Ankunftsort und Verbindungsraum entgegenkommt.

Der beste Standort für die Option eines Parkhauses würde gemäss Analyse von beiden Testplanungsteams nahe der Bahnlinie als Raumteiler und in linienförmiger Fortsetzung der Bahn-Infrastrukturbauten (Bahnhof, Stellwerk, Güterschuppen) liegen. Diese Option ist nicht Bestandteil des Projekts, ermöglicht aber eine allfällige spätere Realisierung eines Parkhauses.

Von Bedeutung ist auch die Erkenntnis, dass Bauten wie Kiosk und Toiletten optimiert werden könnten. Die bestehende Rampe zur Personenunterführung beim Bahnhofgebäude soll bestehen bleiben und durch eine mögliche Liftlösung ergänzt werden. An der Gemeindeversammlung vom 11. April 2022 wird das Sachgeschäft «Beschlussfassung über einen Planungskredit von 1'296'000 Franken für die Planung Bahnhofareal – Drehscheibe ÖV» vorgestellt.

Am 15. Mai 2022 wird abgestimmt

Die Urnenabstimmung findet am 15. Mai 2022 statt. Der Planungskredit umfasst die erforderlichen Abklärungen und Leistungen zur Aufbereitung des nachfolgenden Vor- und Bauprojekts. Für den vorliegenden Planungskredit sind keine Beiträge von Dritten zu erwarten.

Für die Realisierung braucht es dannzumal noch die Abstimmung über den Baukredit, welcher sich nach derzeitigem Planungsstand auf circa 18 bis 20 Millionen Franken belaufen wird. Der Baukredit wird voraussichtlich im Jahr 2025 dem Souverän vorgelegt. Nach heutigem Stand kann für die Realisierung mit Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm und vom Kanton Schwyz gerechnet werden.

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