Schlieren ZH: Nur noch ein Stimmzettel – Stadt zählt elektronisch
Die Stadt Schlieren ZH wertet Stimmzettel künftig elektronisch aus. Erstmals zum Einsatz kommt das Verfahren am Abstimmungssonntag vom 28. Februar 2027.

Die Stadt Schlieren wertet Stimmzettel bei Abstimmungen künftig elektronisch aus. Beim sogenannten E-Counting erhalten die Stimmberechtigten neu nur noch einen einzigen Stimmzettel zum Ankreuzen. Erstmals kommt das elektronische Zählverfahren in Schlieren am Abstimmungssonntag vom 28. Februar 2027 zum Einsatz.
Beim E-Counting werden die Stimmzettel nicht mehr manuell sortiert und gezählt, sondern eingescannt und softwaregestützt ausgewertet. Möglich wird dies durch einen einheitlichen, maschinenlesbaren Stimmzettel, auf dem alle eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Vorlagen eines Urnengangs aufgeführt sind. Die Stimmberechtigten setzen ihre Stimme, indem sie handschriftlich ein Kreuz in das entsprechende Feld eintragen.
Die bisherige handschriftliche Angabe von «Ja» oder «Nein» entfällt.
Das elektronische Zählverfahren wird in Schlieren erstmals am Abstimmungssonntag vom 28. Februar 2027 zum Einsatz kommen. Alle Stimmberechtigten erhalten dazu einen Infoflyer per Post. Dieser erklärt Schritt für Schritt, wie der neue Stimmzettel korrekt ausgefüllt wird.
Effizientere und ressourcenschonende Auszählung
Für das Wahlbüro bringt E-Counting eine spürbare Entlastung: Zeitaufwendige und monotone Sortierarbeiten werden reduziert, wodurch die Mitglieder des Wahlbüros ihre Zeit verstärkt für qualifizierte Aufgaben einsetzen können. Gleichzeitig werden die Abläufe weiter digitalisiert und die Auszählung effizienter gestaltet. Dies führt nicht nur zu einer Entlastung des Wahlbüros, sondern ermöglicht auch Einsparungen bei den Personalkosten.
Auch für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wird das Abstimmen dadurch einfacher: Sie erhalten nur noch einen Stimmzettel für sämtliche Abstimmungen, wodurch die Unterlagen im Abstimmungscouvert übersichtlicher und minimiert werden.
Die Qualität und Zuverlässigkeit der Auszählung bleiben gewährleistet. Auch mit E-Counting gilt das Vier-Augen-Prinzip. Es werden ebenfalls manuelle Stichproben durchgeführt, um die korrekte Erfassung der Ergebnisse zu überprüfen.
E-Counting ist ein in der Schweiz etabliertes Auszählverfahren. Es ist mittlerweile in über 100 verschiedenen Gemeinden und Städten seit Jahren erfolgreich im Einsatz.
Weiterhin manuelle Auszählung bei Wahlen
Im Kanton Zürich kann E-Counting vorerst nur bei Sachabstimmungen auf allen Staatsebenen eingesetzt werden – auch bei kirchlichen Körperschaften. Bei Erneuerungs- und Ersatzwahlen müssen die Stimmen weiterhin manuell mittels Wahlzetteln ausgezählt werden.










