Neun Zürcher Gemeinden zählen Abstimmungen erstmals digital aus
Neun Gemeinden im Kanton Zürich setzen am 14. Juni erstmals auf elektronisches Auszählen der Stimmzettel. Die Stimmberechtigten müssen dabei nur noch Kreuzchen eintragen statt Ja oder Nein schreiben. Das Verfahren existiert schon länger.

Im Abstimmungscouvert liegt neu nur noch ein einziger Stimmzettel für alle Abstimmungen, wie der Kanton Zürich am Montag mitteilte. Die teilnehmenden Gemeinden sind Seuzach, Zollikon, Hittnau, Egg, Küsnacht, Rafz, Meilen, Regensdorf und Obfelden. Es stehe weiteren Gemeinden frei, das Verfahren einzuführen.
Die Zettel werden eingescannt und softwaregestützt ausgewertet. Bisher sortierten die Mitglieder der Wahlbüros die Stimmzettel und zählten sie manuell aus. Dabei werden Zählmaschinen oder Waagen eingesetzt.
Das neue Verfahren vereinfache die Stimmabgabe und reduziere den organisatorischen Aufwand in den Gemeindewahlbüros erheblich, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig trage es dazu bei, die Fehleranfälligkeit bei der Auszählung zu verringern.
Vorerst werde das «E-Counting» ausschliesslich bei Abstimmungen eingesetzt. Für eine Anwendung bei Wahlen bestehe im Kanton zurzeit keine gesetzliche Grundlage. Über 100 Städte und Gemeinden in der Schweiz nutzen das Verfahren bereits.






