Kadetten Schaffhausen

Kadetten wollen im zweiten Final zurückschlagen

Nau.ch Lokal
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Schaffhauserland,

Die Kadetten Schaffhausen treten am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 19.15 Uhr mit grosser Unterstützung der Fans zum zweiten Playoff-Final beim HC Kriens-Luzern an.

Kadetten Schaffhausen
Die Kadetten Schaffhausen sind ein Schweizer Handballverein. Ihre Heimspiele tragen die Kadetten in der BBC Arena aus. - Andre Frensel/ Grafik Nau.ch

Wie die Kadetten Schaffhausen berichten, war das, was die Kadetten im ersten Final anboten – gerade in der ersten Halbzeit, zu wenig in allen Bereichen. «Wir als Team haben nicht das gebracht, was wir in einem Final bringen müssen», legte der erstmals von den Fans direkt gewählte Best Player Dimitrij Küttel den Finger in die Wunde.

In Sachen Emotion und Galligkeit zeigten sich die Gäste aus der Zentralschweiz vor allem zu Beginn überlegen. Die zweite Halbzeit zeige hingegen, «dass wir auf gar keinen Fall die schlechtere Mannschaft sind», so Küttel mit Enttäuschung und Wut im Bauch.

«Aber wir müssen es auch zeigen», fordert der Ex-Krienser, der nach der Wahl zum Best Player von den in Partylaune berauschten Fans seines Ex-Clubs ausgepfiffen wurde.

Mehr Aggressivität und Emotionen nötig

An der Ausgangslage hat sich für den Rückraumspieler ohnehin nicht viel verändert. «Wir wollten so oder so in Kriens gewinnen», schob er hinterher. An diesem Vorhaben hat sich durch den 0:1-Rückstand in der Finalserie nichts geändert.

Dabei werden die Kadetten die Griffigkeit und Bissigkeit aus der zweiten Halbzeit des ersten Vergleichs von Anfang an benötigen. «Dann nimmt das Spiel einen anderen Lauf», ist Küttel überzeugt. Auch Trainer Hrvoje Horvat fehlte Aggressivität und bemängelte zu wenige Emotionen.

«So spielt man kein Final», wurde er deutlich. Die Gäste aus Kriens-Luzern spielten in der Folge nicht nur befreit, sondern auch noch beflügelt und wie im Rausch auf.

Mit der Leichtigkeit vor allem eines Luca Sigrist und einer beständigen Führung, die nur noch auf drei Tore schmolz, konnte der Tabellenzweite der Hauptrunde das Spiel aus einer komfortablen Position mit einer guten Leistung zu Ende spielen und sich den verdienten ersten Erfolg sichern. «Der Gegner bekommt Flügel, für uns war es später schwer, diese Flügel zu stutzen», beschrieb Horvat die Eigendynamik, die die Partie angenommen hatte.

Reaktion gefordert

Unbekannt ist dem zuletzt vierfachen Serienmeister diese Situation nicht. Bereits 2024 starte die Finalserie zwischen den Kadetten und Kriens-Luzern mit einem Break der Gäste. Schlussendlich ging der Titel dennoch mit einem 3:2-Gesamtsieg nach Schaffhausen.

Damals entschieden die Orangen Spiel zwei und drei sowie das fünfte entscheidende Duell für sich. «Das heisst noch nichts», ordnet auch Abwehrchef Zoran Markovic die Niederlage als verdient und ärgerlich ein – aber eben auch nicht als mehr als das.

Markovic: «Wir hatten die Situation vor zwei Jahren schon einmal. Jetzt heisst es alles reinwerfen, um Spiel zwei zu holen.» Positiv und gemeinsam durch den schwierigen Weg zum Ziel lautet das Credo des scheidenden Kadetten-Coaches, der sich zum Abschluss von drei erfolgreichen Jahren mit dem dritten Meistertitel gen Kroatien verabschieden möchte.

«Alles investieren und um jeden Millimeter kämpfen ist unser Ziel», zeigt sich der 48-Jährige fest entschlossen. Eine Reaktion der Kadetten ist nun gefordert. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie schon oft bewiesen.

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