Kadetten Schaffhausen wollen im Derby fünften Sieg in Folge
Die Kadetten Schaffhausen treten am Samstag bei Pfadi Winterthur zum Derby an. Nach vier Siegen in vier Spielen peilen sie dort den fünften Erfolg in Folge an.

Wie die Kadetten Schaffhausen schreiben, sind sie nach vier Spielen eines von nur noch zwei Teams in der Quickline Handball League mit weisser Weste. Am Samstag, 12. September 2026, um 18 Uhr kommt es nun zum heissen Derby bei Verfolger Pfadi Winterthur.
Der Tabellendritte aus der Eulachstadt schickt auch diese Saison eine junge, talentierte Mannschaft ins Rennen, die noch einmal gezielt verstärkt wurde. Vor wenigen Tagen legte Winterthur mit der Verpflichtung des 33-jährigen schwedischen Torhüters Rickard Frisk nochmal nach.
Dazu stehen der ehemalige Kadett Mehdi Ben Romdhane und Top-Talent Tiago Cuencas für hohe individuelle Qualität. Schon 27 Treffer nach den ersten vier Spielen stehen auf dem Konto des Pfadi-Topscorers.
In den ersten Spielen war erkennbar, wie sehr er dem Spiel seiner Mannschaft den Stempel aufdrückt und wie er und seine Mitspieler das Tempo forcieren. Somit dürfte die Zuschauer nicht nur ein wie gewohnt emotionales, sondern extrem temporeiches Derby erwarten.
Ruhe wird belohnt
Auch die Kadetten haben ihr Tempo in dieser Saison deutlich erhöht. Zuletzt wurde jedoch auch deutlich, dass sie, wie gegen den BSV Bern, in der Kombination aus einer starken Defensive und einem bestens aufgelegten Torwart Leon Bergmann knappe und umkämpfte Spiele für sich entscheiden können.
«Es war ein Kampf», so Jonas Wille, «weil wir unsere Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt haben. Aber wir haben einen guten Teamspirit und eine gute Einstellung gezeigt.» Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung stellten die Orangen insbesondere die Fortschritte im defensiven Bereich unter Beweis und waren in der Lage, in den letzten 15 Minuten noch einmal einen Gang zuzulegen.
Die Resilienz des Teams trotz der vielen vergeben Chancen, die weiter ausgestrahlte Positivität und der Zusammenhalt in schwierigen Phasen sind das, was die Kadetten aus dem gewonnenen Kampfspiel gegen Bern für die künftigen Aufgaben mitnehmen können. «Wir haben weiter unser Konzept gespielt», lobt der Kadetten-Coach und sagt: «Unsere Ruhe wurde belohnt.»
Gewachsene defensive Stabilität
Diese Qualitäten werden auch in Winterthur gefragt sein. Wille hat schon von der Rivalität zwischen den beiden Clubs gehört und weiss: «Es kann sehr intensiv und hektisch werden. Pfadi ist auf dem Papier eines der besten Teams der Schweiz. Das wird ein hartes Spiel.»
Auf die Defensive wird die nächste Bewährungsprobe warten. Der ehemalige norwegische Nationaltrainer hebt dabei einen Spieler besonders hervor: Der polnische Nationalspieler Ariel Pietrasik habe gezeigt, dass er ein auf internationalem Topniveau agierender, sehr kluger Abwehrspieler sei.
In der Kombination aus mehr Zeit zusammen und der gemeinsamen Arbeit an den Prinzipien sowie intensiver Vorbereitung auf den Gegner liegen für Wille die Gründe für die gewachsene Stabilität in der Deckung. Auch im Derby soll sie ein wichtiger Grundpfeiler für den anvisierten fünften Erfolg in dieser Spielzeit sein.








