Kadetten Schaffhausen verlieren hitziges Finalduell
Die Kadetten Schaffhausen unterliegen am Mittwoch, 27. Mai 2026, Kriens-Luzern auswärts 35:31 und geraten in der Finalserie mit 0:2 in Rückstand.

Wie die Kadetten Schaffhausen mitteilen, brachen am Mittwochnachmittag, 27. Mai 2026, gleich mehrere kleine Feuer auf dem Dach der Pilatus Arena in Kriens aus, die jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten. Genauso feurig und hitzig ging es am Abend mit viel Temperatur und Temperament auf der Platte zwischen den beiden Rivalen zur Sache.
In einem Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die beiden Teams einen rasanten Schlagabtausch. Mit 40 Toren, gleichmässig auf beide Seiten verteilt, ging es in die Kabinen.
Dabei zeigten sich die Kadetten, die von zwei Fans-Cars begleitet wurden und sich über grosse Unterstützung freuen durften, im Vergleich zum ersten March in Schaffhausen deutlich verbessert. Konzentriert, galliger und entschlossener. Nach vier Minuten brachte Marvin Lier seine Farben erstmals in Front (3:2).
Absetzten konnte sich jedoch keine Seite. 42 Sekunden vor der Sirene brachte der insgesamt neunmal erfolgreiche Patrik Martinovic die Schaffhauser wieder in Front. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte jedoch der überragende Krienser Kreisläufer Marin Sipic mit einem seiner zwölf Treffer aus 14 Versuchen.
Sipic und Sigrist überragen, Kadetten mit zu vielen technischen Fehlern
«Kriens war gut und hat ein starkes Spiel abgeliefert», zollte Hrvoje Horvat der Leistung des Kontrahenten Respekt. Wie schon in Spiel eins war vor allem Luca Sigrist, elffacher Torschütze sowie Initiator des Angriffsspiels der Gastgeber und Passgeber für Sipic, schwer zu kontrollieren.
Einige technische Fehler insbesondere nach dem 25:24 durch Odinn Thor Rikhardsson liessen den HCKL auf 28:24 davonziehen (40.). Horvat: «Wir haben einige Male zu früh abgeschlossen. Dann hat Kriens das abgezockt bis zum Ende gespielt.»
Martinovic liess die Orangen noch einmal am Auswärtssieg schnuppern (31:29), die Schlussphase gehörte aber den wie im Rausch spielenden Innerschweizern, die sich dabei auf einen starken Torwart Jannis Scheidiger verlassen konnten. Nach seiner Einwechslung wurde er mit acht Paraden (35 Prozent abgewehrte Würfe) zum Faktor.
Weniger Turnover (sieben gegenüber zehn), die deutlich bessere Abschlussquote (76 gegen 64 Prozent) sowie ein Plus im Tor zeichnen das Bild eines verdienten zweiten Erfolges des HCKL. «Wir wussten, dass es hier schwer wird, aber wir hatten unsere Chancen», fasste Daniel Reznicky zusammen und meinte: «Es ist noch nicht vorbei. Ich danke allen Fans, die mit nach Luzern gekommen sind. Wir brauchen euch alle wieder am Samstag.»
«Haben eine Truppe, die gezeigt hat, dass wir gute Spiele machen und grosse Mannschaften schlagen können»
«Wir müssen jetzt sehen, dass die entscheidenden Kleinigkeiten auf unsere Seite kommen», so Horvat, der nach wie vor an ein Comeback seiner Mannschaft am Samstag glaubt.
«Wir haben eine Truppe, die während der Saison gezeigt hat, dass wir gute Spiele machen und grosse Mannschaften schlagen können. Der Kopf muss bereit dafür sein, die Serie zu Hause vor eigenem Publikum zu drehen.»
Ähnlich sieht es Reznicky: «Ich glaube daran, jeder glaubt daran und wir werden alles dafür tun, um zurückzukommen.» Spiel drei hält für Kriens-Luzern somit den ersten Matchball zur Meisterschaft bereit.
Dies wollen die Kadetten am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr in der BBC Arena mit einem grossen Kampf verhindern. Tickets sind online und an der Abendkasse erhältlich.







