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Volley Amriswil krönt sich im Krimi zum Meister

Volley Amriswil gewinnt das Finalspiel gegen Näfels mit 3:2 und sichert sich nach einem nervenaufreibenden Duell den siebten Meistertitel sowie das Double.

Amriswil Schweizer Meister 2026
Amriswil erkämpft sich den 3. Sieg und den 7. Meistertitel. - Volley Amriswil

Wie Volley Amriswil mitteilt, holte sich das Team in einer nervenaufreibenden Partie den knappen Sieg und damit nach dem Cupsieg auch den Meistertitel. Es war eine äusserst spannende Angelegenheit mit einem Duell der beiden Diagonalangreifer Pablo Cabañas und Etienne Schalch.

Während der Argentinier mit 41 Punkten bei einer Angriffsquote von 60 Prozent fast Alleinunterhalter in seinem Team war, waren die 33 Punkte von Schalch bei 62 Prozent etwas weniger einseitig. Neben ihm glänzten auch Daniel Urueña, Iliya Goldrin und Björn Höhne mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Für die Näfelser war es die Partie der letzten Chance. Die Amriswiler durften gewinnen, hätten aber bei einer Niederlage zwei weitere Chancen gehabt.

Schwieriger Start für Goldrin und Amriswil

Wie schon in der zweiten Begegnung in Amriswil hatten sich die Platzherren Iliya Goldrin als Hauptzielscheibe ihrer Aufschläge auserkoren. Der Israeli, der in Spiel 2 mit einer Quote von 81 Prozent positiver Annahmen geglänzt hatte, bekundete anfänglich grosse Mühe mit der niedrigen Halle.

Nicht weniger als drei Annahmen landeten im ersten Satz an der Decke. Die Glarner lagen von Beginn weg leicht vorne. Aus einem 11:8 wurde ein 15:12 und bald darauf ein 19:13.

Björn Höhne war bei 17:13 für den nicht überzeugenden Bruno Jukic gekommen, etwas später Miloslav Dimov für Joel Hauck. Nachdem es 22:16 stand, starteten die Gäste eine Aufholjagd bis auf 22:20. Weitere Annäherungsgelüste machte in der Folge Cabañas zunichte.

Amriswil übernimmt die Kontrolle

Umgekehrter Spielverlauf im zweiten Abschnitt: Nach dem Gleichstand bei 6:6 servierte Schalch zwei Asse, und bald einmal stand es 14:9 zugunsten der Amriswiler. Dann antwortete Cabañas seinerseits mit zwei Aufschlagwinnern und führte sein Team bis auf einen Punkt an die Amriswiler heran.

Doch jetzt war es Goldrin, der einen Vorsprung von sechs Zählern herausholte. Dieser hielt bis zum Satzende Bestand.

Im dritten Satz gingen vorerst die Gastgeber leicht in Front, ehe Amriswil auf 9:7 stellte. Nachdem Näfels bei 11:10 nochmals kurz vorne lag, nahmen die Amriswiler das Heft in die Hand. Nach der 16:14-Führung überliessen sie dem Gegner von den letzten zwölf Punkten des Satzes nur noch deren drei bis zum 25:17-Satzgewinn.

Matchbälle vergeben – Näfels gleicht aus

Der vierte Durchgang sollte für die Amriswiler der längste Satz der ganzen Saison werden. Dauernde Führungswechsel kennzeichneten das Spiel. Kurz vor dem vermeintlichen Satzende führten die Amriswiler mit 20:18.

Dann ging das Score bei dauernder Näfels-Führung auf 23:23 hoch. Bei 24:23 kam Näfels zu einem Satzball. Nach dem Ausgleich durch Urueña und der Führung durch Höhne hatten die Amriswiler zwei Match- oder besser Meisterschaftsbälle, die abgewehrt wurden. Dann kam Näfels zu fünf weiteren Satzbällen.

Bei 30:30 wechselte Coach Serramalera Jukic anstelle von Dimov für den Aufschlag ein. Nach einem ersten guten Service stand Amriswil vor dem dritten Matchball. Ein Aufschlagfehler machte diesen zunichte. Manuel Figueiredo und Cabañas führten ihr Team zum 33:31-Satzausgleich.

Tie-Break entscheidet Meisterrennen

Wie wenn das Spiel nicht schon spannend genug gewesen wäre; das Tie-Break war noch eine Steigerung bezüglich Anspannung. Nach dem 5:5-Gleichstand gingen die Glarner mit 7:5 in Front, doch nach einem Aufschlagfehler und einem schönen Goldrin-Punkt stand es 7:7.

Noch zweimal lagen die Platzherren knapp vorne, ehe nach dem 12:12 den Amriswilern das Glück hold war. Zuerst brachte Urueña sein Team sehenswert in Führung, ehe zwei Angriffsbälle von Cabañas und Bartholet ohne Blockberührung knapp ins Out gingen und den Amriswilern Satz, Match und Titel einbrachten.

Nach dem Triple von Meisterschaft, Cup und Supercup vor einem Jahr wurde es in der Saison 25/26 zumindest das Double aus Meisterschaft und Cup. Wie immer nach dem letzten Spiel der Saison stellt man sich die Frage, wer von den Akteuren beider Teams, aber auch der anderen Spitzenteams der NLA in der kommenden Spielzeit wieder für ihr Team auflaufen werden.

Kaum Pause für Nationalspieler

Während die Spieler bald einmal ihre wohlverdienten Ferien antreten dürfen, werden die Nationalspieler nicht lange ausruhen können. Ab anfangs Juni stehen im Rahmen der European League sechs Partien an, unter anderem gegen Spanien und Norwegen. Höhepunkt wird im September 2026 die EuroVolley sein, die Europameisterschaft der Nationalteams.

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