Amriswil

Spitzenduell endet für Amriswil mit bitterer Niederlage

Volley Amriswil unterliegt Volley Näfels 1:3 im Spitzenspiel. Nach starker Führung drehten Manuel Figueiredo und Pablo Cabañas das Match zugunsten der Glarner.

Volley Amriswil
Volley Amriswil verliert im Spitzenkampf. - Nagel/Volley Amriswil

Es hätte auch anders ausgehen können, berichtet Volley Amriswil: Beim Spielstand von 1:1 in den Sätzen lagen die Thurgauer scheinbar beruhigend 18:13 vorne, als das Momentum schlagartig kippte.

Unter der Führung des in dieser Phase gross aufspielenden portugiesischen Nationalspielers Manuel Figueiredo schnappten sich die Glarner den dritten Satz in extremis. Und als der 22-jährige Argentinier Pablo Cabañas im vierten Durchgang seine wahre Stärke aufblitzen liess, war es um das Serramalera-Team geschehen.

Das Spiel hatte für die Gäste optimal begonnen. Nach kurzer Zeit lag man klar in Front, und vom 11:6 an punktete Björn Höhne mehrmals unwiderstehlich und stellte fast im Alleingang auf 19:12. Trotz drei aufeinanderfolgenden Näfels-Punkten wurde es nicht mehr eng, und der Satz ging mit 25:19 an Amriswil.

Blockarbeit hält Amriswil zunächst im Spiel

Im zweiten Abschnitt dann ein umgekehrtes Bild: Jetzt waren es die Näfelser, die besser in den Satz starteten. Bei 7:3, 10:6 und 12:8 lagen sie jeweils mit vier Punkten vorne, und die Amriswiler hechelten immer hinterher.

Bei 15:14 war der Rückstand fast aufgeholt, doch drei Glarner Punkte in Serie brachten den gleichen Abstand zurück. Iliya Goldrin wurde mehrmals geblockt, und Cabañas und Figueiredo gelangen wunderbare Angriffspunkte. Der 25:19-Satzgewinn von Näfels war die logische Folge dieser temporären Überlegenheit.

Nach der Zehn-Minuten-Pause entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Abwehrreihen dominierten. Alle Punkte zur Amriswiler 4:2-Führung resultierten aus aufopfernder Blockarbeit, und bis zur 12:8-Führung gab es weitere drei Amriswiler Blocks zu verzeichnen.

Näfels bleibt gefährlich

Das Score kletterte via 15:9 auf 18:13, ehe das Spiel eine komplett andere Physiognomie erhielt. Immer wieder die gleichen Näfelser Protagonisten punkteten, und dem Amriswiler Angriff wollte nicht mehr allzu viel gelingen.

Beim Stande von 23:23 hämmerte Etienne Schalch einen verhältnismässig einfachen Angriffsball meterweit ins Out, und beim Satzball war es der erst 21-jährige argentinische Passeur Ezequiel Vazquez, der die Amriswiler mit einer Passeurfinte düpierte.

Als die Glarner im vierten Durchgang bald einmal 6:1 vorne lagen, glaubte man das Ende sehr nahe. Doch so leicht wollten sich die Amriswiler nicht geschlagen geben. Bei 13:11 war man wieder in Tuchfühlung mit dem Gegner, doch dann drehten die Gastgeber wieder auf.

Trotz Aufbäumen: Cabañas entscheidet die Partie

Bei 23:16 schien alles verloren, doch vier Gästepunkte in Serie liessen noch einmal leise Hoffnung aufkommen. Symptomatisch dann aber der zweite Matchball: Trotz eines Amriswiler Zweierblocks fand Cabañas, der beste Mann auf dem Feld, eine Lücke und holte den Punkt zum Näfelser 3:1-Sieg.

Zwei Runden vor Abschluss der Qualifikation liegt Näfels mit 31 Punkten an der Tabellenspitze vor Amriswil mit 27. Dann folgen Chênois mit 24 und Schönenwerd mit 23 Zählern.

Während Amriswil noch gegen die beiden Tabellenletzten spielt und mit sechs Punkten rechnen darf, muss Näfels noch in Schönenwerd und in Genf gegen Chênois antreten. Vor diesen beiden letzten Runden spielt Amriswil am Mittwoch das Rückspiel im CEV-Cup gegen Doetinchem aus den Niederlanden, ehe am kommenden Sonntag die Cuppartie gegen den Erstligisten Emmen ansteht.

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