Heimserie unter Druck: Amriswil trifft auf St.Gallen
Nach intensiven Wochen und internationalen Highlights kehrt Volley Amriswil ins Tellenfeld zurück. Gegen St.Gallen soll die positive Heimserie weitergehen.

Die Nationalliga A im Volleyball der Herren umfasst in diesem Jahr acht Mannschaften, berichtet Volley Amriswil. Jedes Team hat in der Qualifikationsphase vierzehn Spiele auszutragen. Nur vierzehn Partien!
Grund dafür, dass man erst am 11. Oktober 2025 in die Spielzeit 25/26 startete, waren die Weltmeisterschaften, die am 28. September mit dem Titel für Italien endeten. Deshalb durfte die Meisterschaft nicht vor dem 11.10. beginnen – glücklicherweise! Bei normalem Beginn wäre man sonst schon vor Weihnachten mit der Quali fertig gewesen!
Ab Saisonbeginn wurden dann im Wochentakt bis Weihnachten 11 Runden gespielt. An den fünf Wochenenden im Januar stehen die drei letzten Partien jedes Teams an. So spielte (und verlor) Volley Amriswil am 3.1. in Näfels.
Dichtes Programm zwischen Cup und Meisterschaft
Am Wochenende 10./11. Januar haben die NLA-Teams im Schweizer Cup eingegriffen. Jetzt folgt das Heimspiel gegen St. Gallen, und wieder zwei Wochen später beschliessen die Jungs von Coach Juan Serramalera gegen Colombier die Qualifikationsphase. Vorher und nachher folgen der Viertel- und der Halbfinal im Cup.
Volley Amriswil hatte anfangs Januar in den Partien gegen Näfels und Orion Stars Doetinchem zwei äusserst spielstarke Gegner auf der anderen Netzseite. Dann folgten Emmen-Nord, ein 1.-Ligist im Cup, nun der Tabellensiebte St. Gallen und der Tabellenachte Colombier.
Im Playoff-Viertelfinal (Modus best of 5) im Februar dürfte man voraussichtlich wieder auf St. Gallen treffen. Mit Ausnahme des Cup-Halbfinals am 8. Februar wird man also zwischen dem 7. Januar und dem 1. März lauter Teams begegnen, welche die «Munis» – ohne überheblich zu sein – nicht wirklich fordern können. Kommt das Schweizer Volleyball so leistungsmässig vorwärts?
Das Tellenfeld bleibt eine Festung
Siebenmal ist das Team um Captain Iliya Goldrin in dieser Spielzeit im Tellenfeld angetreten. Jede dieser Partien endete mit einem 3:0 – das letzte Mal sogar gegen den holländischen Meister und Cupsieger Doetinchem im CEV-Cup.
Es wäre ziemlich verwegen, zu erwarten, dass der STV St. Gallen den Heimnimbus der Amriswiler wirklich brechen könnte. Und trotzdem freuen sie sich aufs Spiel gegen die Ostschweizer Nachbarn, bei dem mit Luca Weber und Roman Brühwiler ehemalige Amriswiler spielen.
Der Artikel in der «Thurgauer Zeitung», über dem im Titel zu lesen stand «Uns fehlt es an Kampfgeist», hat für einigen Wirbel gesorgt. Man kann darüber diskutieren, ob Näfels den Sieg wirklich «mehr wollte» und «Amriswil spielerisch besser war».
Favoritenrolle als zusätzliche Bürde
Gegen Doetinchem haben Goldrin, Milan Jovanovic und alle anderen aber gezeigt, was sie wirklich können. Nur war die Ausgangslage auch eine andere: Gegen die Holländer konnte man nur gewinnen; nach dem Hinspiel war man ja schon fast abgeschrieben.
Gegen Näfels hingegen erwartete männiglich einen Sieg, weshalb die Niederlage so schmerzte.










