Die US-amerikanische Filmemacherin Kirsten Johnson kommt zur 53. Ausgabe des Filmfestivals Visions du Réel (7.-17. April 2022) nach Nyon. Dort werde sie eine Retrospektive vorstellen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.
Die US-amerikanische Regisseurin und Kamerafrau Kirsten Johnson ist Gästin am 53. Visions du Réel in Nyon.
Die US-amerikanische Regisseurin und Kamerafrau Kirsten Johnson ist Gästin am 53. Visions du Réel in Nyon. - sda - Keystone/AP Invision/TAYLOR JEWELL

Das Wichtigste in Kürze

  • Für «Dick Johnson is Dead» wurde die Regisseurin unlängst beim Sundance Film Festival ausgezeichnet, für ihre Kollaboration «Citizenfour» über Whistleblower Edward Snowden gab es sogar einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.

Die gesamte visuelle Identität der 53. Festivalausgabe stehe im Zeichen dieser Hommage, schreibt das Festival weiter. So zeigt das von Genfer Studio Schaffter Sahli entworfene Plakat-Triptychon etwa Fotografien von Kirsten Johnson und dem Schweizer Grafikdesigner Vincent Sahli. Die Porträts, die sie auf einer Reise durch den Mittleren Westen aufgenommen haben, zeigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Zwillingstreffens in Twinsburg, Ohio.

Kirsten Johnson wurde im US-Bundesstaat Washington geboren, studierte Literaturwissenschaft und wandte sich danach dem Film zu. Internationale Anerkennung erlangte sie mit «Cameraperson» (2016). Der Film verwebt Dokumentarisches und Autobiografisches aus ihrer Zeit als Kamerafrau und hinterfragt die Beziehung zwischen Filmenden und Gefilmten sowie die Spannung zwischen Realität und narrativem Konstrukt.

Ihr mehrfach ausgezeichneter Film «Dick Johnson is Dead» wurde von Netflix produziert und handelt vom Tod ihres Vaters. Als Kamerafrau hat Johnson an über 60 Filmen mitgearbeitet - darunter «Fahrenheit 9/11» von Michael Moore oder «Pray the Devil Back to Hell» von Gini Reticker.

Der Ehrengast der 53. Ausgabe von Visions du Réel wird im Januar 2022 bekanntgegeben, das vollständige Programm erscheint am 15. März.

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