Kanton Luzern: 358 Vorstösse hängig – Kantonsrat tagt länger
Im Kanton Luzern sind 358 parlamentarische Vorstösse pendent. Deshalb beginnen die Beratungen 2027 früher, und im April kommt eine zusätzliche Session dazu.

Der Luzerner Kantonsrat will die hohe Zahl hängiger parlamentarischer Vorstösse reduzieren. Dazu hat die Geschäftsleitung für das Frühjahr 2027 zusätzliche Sessionstage beschlossen. Zudem beginnen die Beratungen im Januar und März 2027 am Morgen eine Stunde und nach der Mittagspause jeweils eine halbe Stunde früher.
Anfang Oktober 2026 waren im Luzerner Kantonsrat 358 parlamentarische Vorstösse pendent. Pro Session kamen zuletzt etwa 70 neue hinzu. Angesichts dieser hohen Geschäftslast hat die Geschäftsleitung des Kantonsrats folgende Massnahmen beschlossen:
Die März-Session 2027 wird um Dienstag, den 23. März, erweitert. Sie findet somit am 15. und 16. sowie am 22. und 23. März statt. Zudem wird vom 26. bis 28. April 2027 eine zusätzliche dreitägige Session durchgeführt.
An dieser Session werden einzig parlamentarische Vorstösse beraten und keine Sachgeschäfte traktandiert.
Weiter werden die Sessionstage der Januar- und der März-Sessionen 2027 um je 1,5 Stunden verlängert. Die Beratungen beginnen am Morgen bereits um 8 Uhr statt um 9 Uhr und die Mittagspausen werden verkürzt. Die Beratungen am Nachmittag starten jeweils eine halbe Stunde früher, um 13.30 Uhr.
Mit den Anpassungen will die Geschäftsleitung den Ratsbetrieb entlasten und die Zahl der unerledigten Vorstösse reduzieren.






