Kanton Luzern: FDP verlangt Antworten zum Aus der LU Couture
Der Kanton Luzern will den Ausbildungsbetrieb der LU Couture AG bis 2029 einstellen. FDP-Kantonsrat Ronny Beck fordert mit einer dringlichen Anfrage Antworten.

Der Luzerner Regierungsrat will den Ausbildungsbetrieb der LU Couture AG in Willisau und Luzern bis spätestens 2029 einstellen. Für die FDP.Die Liberalen Luzern wirft dieser Entscheid grundlegende Fragen zur Sicherung von Lehrstellen, zur Finanzierung und zur Verantwortung des Kantons auf. Kantonsrat Ronny Beck, Ruswil, verlangt deshalb mit einer dringlichen Anfrage Antworten vom Regierungsrat.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 hat die LU Couture AG 107 junge Berufsleute erfolgreich ausgebildet. Aktuell absolvieren 29 Lernende ihre Ausbildung in der Institution. Mit der angekündigten Schliessung und dem sofortigen Verzicht auf neue Lehrverträge drohen wichtige Ausbildungsmöglichkeiten in einem traditionsreichen Kleinberuf verloren zu gehen.
Die FDP Luzern anerkennt, dass auch öffentlich unterstützte Ausbildungsbetriebe wirtschaftlich tragfähig sein müssen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie der Schliessungsentscheid mit der erst im Mai 2025 verabschiedeten Eignerstrategie vereinbar ist. Diese hält die Sicherung des Lehrstellenangebots ausdrücklich als Ziel fest.

Transparenz schaffen und Alternativen prüfen
Mit seiner dringlichen Anfrage will FDP-Kantonsrat Ronny Beck insbesondere klären, wie sich die kantonalen Beiträge entwickelt haben, welche Sanierungs- und Kooperationsmöglichkeiten geprüft wurden und ob eine Weiterführung mit stärkerer Beteiligung der Privatwirtschaft möglich gewesen wäre. Auch die Auswirkungen auf die künftigen Ausbildungsmöglichkeiten und den Erhalt des Schneiderhandwerks müssen von der Regierung aufgezeigt werden.
Für die FDP Luzern ist klar lebt die duale Berufsbildung von der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand. Damit wertvolles Fachwissen und Ausbildungsmöglichkeiten nicht verloren gehen, braucht es insbesondere bei Kleinberufen tragfähige Lösungen. Deshalb soll der Regierungsrat aufzeigen, ob sämtliche machbaren Alternativen ausgeschöpft wurden, bevor endgültig auf neue Lehrverträge verzichtet wird.










