Kanton Luzern schliesst Lehratelier für Bekleidungsgestaltung
Das Lehratelier für Bekleidungsgestaltung der LU Couture AG in Willisau und Luzern wird wegen finanzieller Schwierigkeiten nach 13 Jahren aufgelöst. Die 29 Lernenden sollen ihre Ausbildung abschliessen können, neue Lehrverträge werden nicht mehr abgeschlossen.

Die LU Couture AG führt das Lehratelier für Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter seit 2013 an den Standorten in Willisau und Luzern. In dieser Zeit wurden laut Mitteilung der Staatskanzlei 107 Berufsleute ausgebildet. Der Kanton hält seit 2023 die Aktienmehrheit an der Gesellschaft.
Der Kanton hatte dem Ausbildungsbetrieb wiederholt finanzielle Mittel gewährt. Ende 2025 geriet das Atelier in einen «Liquiditätsengpass», wie es hiess. Der Regierungsrat gewährte einen einmaligen Sonderbeitrag und gab dem Betrieb den Auftrag, ein finanziell «nachhaltiges Geschäftsmodell» zu entwickeln. Zu einer dauerhaften Erhöhung der kantonalen Finanzierung sagte er Nein.
Standort Willisau wird 2027 aufgelöst
Eine Analyse des Verwaltungsrats zeige nun, dass sich das Atelier auch mit weniger Lernenden und nur am Standort Luzern nicht ohne zusätzliche Mittel weiterführen lässt. Die Regierung will die die Finanzierung deshalb nicht weiter erhöhen.
Laut der Mitteilung passiert die Schliessung gestaffelt. Der Standort im Willisauer Städtli wird Ende 2027 aufgegeben. Der Betrieb in Luzern soll spätestens Ende des Schuljahres 2028/29 eingestellt werden. Eine frühere Schliessung im Sommer 2028 wird geprüft. In diesem Fall, so die Regierung, sollen für die verbleibenden Lernenden Ausbildungsplätze in anderen Kantonen gesucht werden.
Die Ausbildung zur dreijährigen Lehre als Bekleidungsgestalterin oder Bekleidungsgestalter bleibe auch nach der Schliessung möglich, hiess es weiter. Der Kanton rechnet langfristig mit einem jährlichen Netto-Minderaufwand von 0,4 bis 0,6 Millionen Franken.






