Luzern: Polizei übt Geiselnahme im Regierungsgebäude
In der Stadt Luzern probten am Donnerstag über hundert Einsatzkräfte ein Geiselnahme-Szenario im Regierungsgebäude.

Die Luzerner Polizei hat heute in der Stadt Luzern eine grossangelegte Übung mit über hundert verschiedenen Einsatzkräften durchgeführt. Die Übung rund um ein Geiselnahme-Szenario konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Es wurden wichtige Erkenntnisse daraus gezogen, welche nun vertieft analysiert werden.
Am Donnerstag gingen bei der Luzerner Polizei Meldungen über Schüsse im Regierungsgebäude an der Bahnhofstrasse in der Stadt Luzern ein. Mit diesen Meldungen startete die Korpsübung der Luzerner Polizei. Diese wurde von der Kapo Aargau orchestriert, die involvierten Zentralschweizer Einsatzkräfte wussten im Voraus nicht, was sie erwartet.
Die Polizistinnen und Polizisten rückten an den Übungsort aus und wurden dort mit einer Geiselnahme als Übungsszenario konfrontiert, welche bewältigt werden musste. Die Übung konnte am frühen Nachmittag erfolgreich abgeschlossen werden. Inklusive Debriefing dauerte die Übung rund sieben Stunden.

Für Kommandant Adi Achermann war die Übung sehr erfolgreich: «Wir konnten feststellen, dass die Alarmierung und die Führungsprozesse funktionieren. Insbesondere auch das anspruchsvolle Zusammenwirken der Einsatzkräfte. Im Detail werden wir sicher auch noch einiges optimieren können. Deshalb führen wir solche Übungen durch, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Wir danken den Aargauer Kolleginnen und Kollegen für die Durchführung der Übung und freuen uns darauf, dass wir im nächsten Jahr Gegenrecht im Kanton Aargau halten können.»
Regierungsrätin Ylfete Fanaj als Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements begleitete die Übung als Gast ebenfalls und meinte an der anschliessenden Medienkonferenz: «Im Ernstfall gibt es keine Generalprobe. Die Abläufe und Zuständigkeiten müssen funktionieren. Die Zusammenarbeit der Polizei mit verschiedenen Partnerorganisationen ist entscheidend, um ein Grossereignis zu bewältigen.»
Aufgrund der Korpsübung kam es in im Bereich Franziskanerplatz/Bahnhofstrasse zu punktuellen Einsschränkungen insbesondere für den Personenverkehr. Durch Mitarbeitende der Luzerner Polizei wurden die entsprechenden Sperrungen begleitet und Passantinnen und Passanten bei Bedarf bei der Wegfindung unterstützt.






