SRF

    SRF-Dater will kein Berndeutsch: die Reaktionen!

    Nico Leuthold
    Nico Leuthold, Vivian Balsiger

    Bern,

    Berndeutsch-Bashing? Nicht mit den Bernern! SRF-Dater Yves Widmer kann dem Dialekt wenig abgewinnen. Doch da hat er die Rechnung ohne die Hauptstädter gemacht.

    00:00 / 00:00

    Die Berner verstehen bei Yves’ Dialekt-Kritik nur Bahnhof – und halten prompt dagegen! - Nau.ch/Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei «Alone Together» verbringen gematchte Singles acht Tage zu zweit auf einer Insel.
    • Kandidat Yves Widmer (38) hat bei der Partnersuche sehr genaue Vorstellungen – dazu gehört auch der Dialekt.
    • Der 38-Jährige stänkert gegen das Berndeutsch – doch das lassen die Hauptstädter nicht auf sich sitzen.

    Berndeutsch? Für viele Musik in den Ohren – nicht so für SRF-Dater Yves Widmer (38). Der Innerschweizer kann dem Hauptstadt-Dialekt wenig abgewinnen.

    Dabei schneidet Berndeutsch in Umfragen zur Beliebtheit Schweizer Dialekte regelmässig sehr gut ab. Mit seiner Abneigung dürfte Yves bei den Bernern also für rote Köpfe sorgen.

    Für Gesprächsstoff sorgt der Dialekt ausgerechnet in der SRF-Kuppelshow «Alone Together». Dort werden Singles verkuppelt und für acht Tage auf eine schwedische Insel geschickt.

    Abgeschieden vom Alltag sollen sie herausfinden, ob die Chemie stimmt und aus der Begegnung die grosse Liebe werden könnte.

    Doch bei Yves und seiner Partnerin Ursula Dellenbach (39) sorgt schon beim Kennenlernen ein Detail für Zündstoff: Die Drogistin spricht Berndeutsch – nicht das, was sich der Innerschweizer für seine Traumfrau wünscht.

    In die Kamera sagt er: «Als die ersten Sätze fielen, dachte ich: Das ist nicht mein Dialekt.» Autsch!

    Ein Liebeskiller – und erst noch eine Beleidigung für die Berner? Nau.ch hat in der Hauptstadt nachgefragt.

    Die Reaktionen sind eindeutig: Wer gegen Berndeutsch stänkert, trifft auf wenig Verständnis.

    00:00 / 00:00

    SRF-Dater Yves hat genaue Vorstellungen. - SRF

    «Sehr sympathisch»

    Auf die Frage, ob sie schon einmal wegen ihres Dialekts kritisiert worden sei, antwortet Ursula (60) in der Umfrage kurz und bündig: «Nein.» Die Reaktionen seien immer nur positiv.

    Auch Roxana (35) schüttelt nur den Kopf: «Nein, nicht wirklich.» Und weiter: «Ich finde das sehr sympathisch, wie wir reden.»

    00:00 / 00:00

    Ursula spricht Berndeutsch - Yves passt das nicht. - SRF

    Allenfalls das Tempo könne für Aussenstehende eine Herausforderung sein. Doch Roxana weiss sich zu helfen: «Aber ich kann auch anders reden. Wenn ich will.»

    Für sie ist ohnehin klar: Jeder Dialekt hat seinen eigenen Charme. Nur beim Baslerdeutsch ist sie weniger begeistert. Dafür mag sie den Bündner Dialekt umso lieber.

    Yves' Abneigung gegen das Berndeutsch? Für Roxana schlicht «unverständlich».

    Zürcher, Thurgauer, St. Galler: Wer bekommt sein Fett weg?

    Auch Marc (57) ist überzeugt, dass der Berner Dialekt bestens ankommt: «Den meisten Leuten gefällts.»

    Weniger warm wird er hingegen mit den Ostschweizer Dialekten und dem Zürideutsch. Wobei er vermutet, dass nicht nur der Klang entscheidend ist.

    Vielleicht liege es auch an der «Lautstärke». Schliesslich müsse man in Zürich tendenziell etwas lauter sprechen, um überhaupt gehört zu werden.

    bern
    Ursula wurde wegen ihrem Berner Dialekt noch nie kritisiert. - Nau.ch

    Maira (18) hat ebenfalls schon erlebt, dass Berner wegen ihres Dialekts nachgeäfft werden – wenn auch «aus Spass».

    Ihr persönlicher Dialekt-Flop? Thurgauer-Deutsch. Pikant: Ihr Mami spricht nämlich selbst so!

    Berndeutsch – zum Verlieben oder zum Davonlaufen?

    Christian (54) lässt dagegen keinen Zweifel daran, wo sein Herz schlägt. Dass sich jemand über den Berner Dialekt beschweren könnte, ist für ihn kaum nachvollziehbar. Sein Urteil fällt unmissverständlich aus: «Es ist der beste und schönste Dialekt der Schweiz.»

    Und welcher Dialekt geht für ihn gar nicht? «Zürich.»

    Auch Barbara (74) hat einen klaren Favoriten: Der Berner Dialekt gehöre neben dem Bündnerdeutsch zu den beliebtesten der Schweiz. Beim St. Galler Dialekt hört ihre Begeisterung allerdings auf.

    Blond, schulterlang – und bitte nicht Berndeutsch?

    Dass Yves ziemlich genaue Vorstellungen von seiner Traumfrau hat, ist kein Geheimnis. Laut SRF weiss er «sehr genau, was er will». Dazu gehören unter anderem blonde, schulterlange Haare, eine Körpergrösse von 1,75 Metern und eine sportliche Figur.

    Doch reicht die Optik, wenn schon der Dialekt nicht passt?

    Acht Tage blieben Yves und Ursula auf der schwedischen Insel, um herauszufinden, ob es zwischen ihnen funkt. Zwar entschlossen sie sich zum Zusammenbleiben. Bei der grossen Reunion-Sendung kam dann aber raus: Aus den beiden wurde kein Paar.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3560 (nicht angemeldet)

    Merke: Wer zu hohe Erwartungen hat, wird nicht selten ent-täuscht.

    User #6865 (nicht angemeldet)

    Mouh... !

    Weiterlesen

    BärnerBär
    16 Interaktionen
    Apropos
    Alone Together SRF
    206 Interaktionen
    Zu hohe Ansprüche?
    Natacha in ihrem Studio an der Münstergasse in Bern.
    «Bärndütsch»-Serie

    MEHR SRF

    SRF Studio
    117 Interaktionen
    News neben Sport
    pascal schmitz srf
    185 Interaktionen
    Fischer-Enthüllung
    Damian Betschart
    55 Interaktionen
    «Bekam keine Luft»
    ursula litmanowitsch
    13 Interaktionen
    Hier sind die Bilder!

    MEHR AUS STADT BERN

    1 Interaktionen
    Zivilschutzanlage
    2 Interaktionen
    Bern
    Bern
    Bern