FDP Luzern fordert Kurswechsel in der Asylpolitik

FDP.Die Liberalen Luzern
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Luzern,

Die FDP.Die Liberalen Luzern fordert einen Kurswechsel in der Asylpolitik. Eine Standesinitiative soll den Bund zu einer konsequenten Neuausrichtung bewegen.

Porträtfoto Mann
Ruedi Amrein. FDP.Die Liberalen Luzern. (Archivbild) - FDP.Die Liberalen Luzern

Die FDP.Die Liberalen Luzern fordert mit einer Motion von Kantonsrat Ruedi Amrein den Regierungsrat auf, beim Bund eine Standesinitiative einzureichen.

Ziel ist eine grundlegende Neuausrichtung der Schweizer Asylpolitik. Im Zentrum stehen ein konsequent temporär ausgestalteter Schutz, eine wirksame Rückkehrpolitik sowie ein rascher Vollzug bei Personen ohne Schutzanspruch.

Schutzbedürftige Menschen sollen weiterhin uneingeschränkt Zugang zum Asylverfahren erhalten.

Nur ein System, das klar unterscheidet, bleibt langfristig akzeptiert

Die FDP ist überzeugt, dass es für eine glaubwürdige Asylpolitik Humanität und Konsequenz braucht. Wer tatsächlich Schutz benötigt, soll diesen erhalten. Sobald die Voraussetzungen dafür nicht mehr erfüllt sind, muss die Rückkehr konsequent erfolgen.

Nur ein System, das klar zwischen schutzbedürftigen Personen und Menschen ohne Bleiberecht unterscheidet, bleibt langfristig gesellschaftlich akzeptiert.

Blick nach Europa

Der internationale Vergleich zeigt, dass andere europäische Staaten erfolgreich auf eine konsequentere Asylpolitik setzen. Während die Schweiz im Jahr 2025 insgesamt 25'781 Asylgesuche verzeichnete, waren es in Dänemark lediglich 1959.

Auch wenn die Systeme nicht vollständig vergleichbar sind, zeigt das dänische Modell, dass eine stärker auf temporären Schutz und Rückkehr ausgerichtete Asylpolitik die Zahl unbegründeter oder missbräuchlicher Gesuche deutlich reduzieren kann.

Kanton Luzern von steigendem Aufwand betroffen

Die Auswirkungen der heutigen Entwicklung tragen in erster Linie die Kantone und Gemeinden. Unterbringung, Sozialhilfe, Schulen, Gesundheitsversorgung und Integrationsmassnahmen verursachen einen stetig steigenden finanziellen und organisatorischen Aufwand.

Gerade der Kanton Luzern ist von dieser Entwicklung zunehmend betroffen.

Asyl- und Ausländerrecht umfassend überarbeiten

Mit der Standesinitiative soll der Kanton Luzern den Bund auffordern, das Asyl- und Ausländerrecht umfassend zu überarbeiten. Dazu gehören eine regelmässige Überprüfung des Schutzstatus, die konsequente Rückführung ausreisepflichtiger Personen, die raschere Behandlung offensichtlich unbegründeter Gesuche, ein konsequenter Vollzug sowie eine schweizweit einheitlichere Ausgestaltung der Sozialleistungen im Asylbereich.

Ziel ist eine Asylpolitik, die Fehlanreize reduziert, Eigenverantwortung stärkt und Kantone sowie Gemeinden nachhaltig entlastet.

Humanität und Rechtsstaatlichkeit mit konsequenter Umsetzung verbinden

«Die Schweiz muss jenen Menschen Schutz bieten, die ihn wirklich benötigen. Gleichzeitig braucht es klare Regeln und konsequente Verfahren gegenüber Personen ohne Schutzanspruch. Nur so können wir die Akzeptanz unseres Asylsystems sichern und die Kantone und Gemeinden wirksam entlasten», sagt Kantonsrat Ruedi Amrein.

Mit der Motion setzt sich die FDP.Die Liberalen Luzern für eine Asylpolitik ein, die Humanität und Rechtsstaatlichkeit mit einer konsequenten Umsetzung verbindet. Schutz für Schutzbedürftige, weniger Fehlanreize, ein wirksamer Vollzug und eine spürbare Entlastung der Kantone und Gemeinden gehören untrennbar zusammen.

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Kommentare

User #2237 (nicht angemeldet)

Ja, gut. Dieser FDP-Vorstoss wäre immerhin mal ein Anfang. Ob diese Vorschläge ausreichen, um das Asylchaos auch wirklich zu beenden, ist eine andere Frage. Aber es wäre wie gesagt ein Anfang. Dass allerdings "Asylminister" B. Jans (SP) etwas im Sinne des FDP-Vorstosses ändern will, ist wohl nicht sehr wahrscheinlich...

User #1168 (nicht angemeldet)

Da es rund um die Schweiz alles friedliche Länder hat ist sind wir laut dem Weltweiten Asyl Abkommen in keinster Weise verpflichtet Asylsuchende aufzunehmen. Ein Asylsuchender hat im ersten friedlichen Land in das er kommt einen Antrag zu stellen. Wird ihm oder ihr dieser verweigert führt das nicht zu einer Pflicht für andere Länder in das die Asylsuchenden einreisen. Es wäre wirklich mal an der Zeit die Wahrheit auf den Tisch zu bringen. Danke, ich habe geschlossen.

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