Zug soll weitere Mittel für Fachhochschule Zentralschweiz prüfen
Der Kanton Zug soll zusätzliche Mittel für die Forschung an der Fachhochschule Zentralschweiz bereitstellen. Eine entsprechende FDP-Motion wurde am Donnerstag vom Kantonsrat in abgeschwächter Form als Postulat überwiesen.

Der Vorstoss der FDP-Fraktion verlangte von der Regierung zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für die Forschung und Entwicklung an der Fachhochschule Zentralschweiz (FHZ). Solche Investitionen würden die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft stärken, sagte Eva Maurenbrecher (FDP).
Investitionen in Forschung und Entwicklung würden nachhaltige Entwicklungen fördern und dazu beitragen, dringend benötigte Fachkräfte von morgen auszubilden, sagte Michèle Schmid namens der SP-Fraktion. Das Anliegen sei «sinnvoll und zukunftsgerichtet», sagte Manuela Käch (Mitte).
Auch die Exekutive unterstützte das Anliegen. Er wolle zusätzliche Forschungsprojekte an der FHZ gezielt fördern, schrieb diese in der Antwort auf den Vorstoss. So sollten Projekte mit einem Nutzen für den Wirtschaftsstandort Zug unterstützt werden, etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Kreislaufwirtschaft.
Eine Erhöhung der ordentlichen Trägerfinanzierung ist derzeit politisch nicht möglich, da alle Trägerkantone dem zustimmen müssten. «Das Einstimmigkeitsprinzip ist halt nicht immer ideal», so Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP).
Für das Anliegen sei eine Gesetzesänderung nicht nötig, sagte der Regierungsrat weiter. Die Motion soll deshalb in ein Postulat umgewandelt werden. Der Kantonsrat sah dies am Donnerstag ebenso.
Die FHZ wird von den sechs Zentralschweizer Kantonen getragen. Sie leisteten 2024 laut regierungsrätlicher Antwort insgesamt 95 Millionen Franken, davon entfielen rund 16 Millionen Franken auf den Kanton Zug.






