ULA dreht 1:4-Rückstand zum zweiten Playout-Sieg
Unihockey Langenthal Aarwangen dreht nach 1:4-Rückstand auf, erzielt im Mitteldrittel fünf Tore und gewinnt in Davos verdient mit 10:6 – Sieg zwei im Playout.

Wie ULA Unihockey Langenthal Aarwangen berichtet, reiste das Team bei schönstem Wetter mit einer grossen Fan-Gemeinde ins Bündnerland – das Ziel war klar: der zweite Playout-Match zu gewinnen. Spieler und Fans waren top motiviert.
Beide Teams starteten engagiert in die Partie und erspielten sich Chancen. Mit einem verdecken Drehschuss gelang den Davosern in der sechsten Minute das erste Tor.
Der Ausgleich liess zum Glück aus ULA-Sicht nicht lange auf sich warten: In der achten Minute kombinierten sich die Langenthaler schön durch, und Jan Bucher verwertete das Zuspiel von Kaius Klemetti. In der zwölften Minute gingen erneut die Hausherren in Führung: wieder spielten sie clever, liessen den Ball verdeckt von einer Seite auf die andere passieren und netzten für Gassmann unhaltbar oben links ein.
Vom 1:4 zur Aufholjagd
In der 18. Minute liess Gassmann einen Schuss abprallen, die Verteidiger vermochten die Situation nicht rechtzeitig zu bereinigen, was den Davosern die 3:1 Führung einbrachte. Und nur eine Minute später netzten sie bereits zum 4:1 ein – wieder konnten die Langenthaler den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, was erbarmungslos ausgenutzt wurde.
Eine Strafe gegen die Bündner kurz vor der Pause bot ULA die Gelegenheit, das Skore aufzubessern. Mikko Ojala erlöste die ULAner mit einem präzisen Weitschuss zum 4:2 Pausenresultat.
Das Mitteldrittel machten die ULAner zu ihrem Drittel! Es waren gerade mal 32 Sekunden gespielt, als Jakub Mendrek auf Pass von Mikko Ojala den 4:3-Anschlusstreffer schoss. Und nur zwei Zeigerumdrehungen später glich Patrick Lüscher das Skore aus.
Langenthal baut Führung weiter aus
Eine Strafe gegen die Davoser in der 32. Minute konnte leider nicht genutzt werden, dafür waren Tim Ryser (Ass. Lukas Moser) in der 33. und Jan Bucher (Ass. Jakub Mendrek) in der 36. Minute erfolgreich. Eine Strafe gegen Assistgeber Mendrek zwei Minuten vor Drittelsende schien den Flow aus dem Langenthaler-Team zu nehmen: doch plötzlich entwischte David Anliker und stellte in Unterzahl auf 4 – 7. Damit ging man doch zufriedener in die zweite Pause.
Die eben gezeigte Leistung musste nun unbedingt ins Schlussdrittel mitgenommen werden; die Coaches hatten dafür mit Sicherheit die richtigen Worte gefunden. Die Hausherren wehrten sich nach Kräften, ULA stand aber gut und kam immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor.
Erst zur Drittelsmitte gelang Jakub Mendrek auf Pass von Jan Bucher das nächste Tor. Die Davoser nahmen ihr Time-out, die ULA-Fans auf der Tribüne waren nun richtig heiss und feuerten ihr Team lautstark an.
Zwei Empty-Net-Tore entscheiden das Spiel
Der Freistoss in der Folge ging nur an den Pfosten, ein Schuss in der 55. Minute fand dann doch den Weg ins Tor zum 5:8. Es verblieben spannende sechs Minute! Zweieinhalb Minuten vor Schluss wurde den Marmots ein Penalty zugesprochen, welcher aber neben dem Tor vorbeizischte.
Kaum wieder angespielt, vermochten die Davoser dann doch noch mit einem Weitschuss auf 6:8 zu verkürzen. Nun spielten die Bündner zu sechst und ohne Torhüter, doch mit zwei Toren in der letzten Minute ins leere Tor, machte ULA die Sache klar und gewann verdient mit 6:10 (Anliker/Zaugg, Bucher/Klemetti).
Damit sichern sich die Oberaargauer den zweiten Sieg für den Ligaerhalt. ULA hatte einen souveränen Auftritt gezeigt, besonders das Mitteldrittel mit fünf Toren und einer sicheren Verteidigung trugen viel zum Sieg bei.
Fans sorgen für Heimspiel-Atmosphäre
Nicht ganz unschuldig daran war sicher auch die Fan-Gemeinde: nebst den 17 im Car mitgereisten Langenthalern gesellten sich noch weitere zwanzig Fans dazu, die während dem ganzen Match mächtig Stimmung machten.
Wie sich Captain Bucher auf der Heimfahrt bedankte: «Es war wie ein Heimspiel – herzlichen Dank für den tollen Support!». Nächsten Sonntag um 17.00 Uhr steht das dritte Spiel an, und ULA will den Sack zumachen.






