FC Langenthal dreht 0:2-Rückstand zum 4:3-Sieg
Der FC Langenthal gewinnt das Spitzenspiel bei Muri-Gümligen nach 0:2- und 1:3-Rückstand mit 4:3 und baut die Tabellenführung auf sechs Punkte aus.

Wie der FC Langenthal mitteilt, gewinnt der FC Langenthal das Spitzenspiel gegen Muri-Gümligen, trotz eines zwischenzeitlichen 0:2- und 1:3-Rückstandes, dank einer deutlichen Leistungssteigerung am Ende noch mit 4:3 und baut den Vorsprung als Leader auf die Verfolger Courtételle, Buochs und Muri-Gümligen auf sechs Punkte aus.
Bevor sich der FC Langenthal aber über den Auswärtssieg erfreuen konnte, musste er richtiggehend unten durch. Zur Pause lag der keck aufspielende Aufsteiger Muri-Gümligen nämlich verdient mit 2:0 in Front. Dem FCL gelang der Start in die Partie eigentlich ganz ordentlich.
Nach 25 Minuten wurde Muri-Gümligen zusehends stärker und die erste hochkarätige Chance des Heimteams durfte notiert werden. Miroslav Konopek wurde von Floriant Zubaku schön angespielt, blieb aber an der vielbeinigen FCL-Abwehr hängen und der Nachschuss flog in Richtung Alpenpanorama. Später machte es Konopek besser und traf zur Führung für die Einheimischen.
Der beste Torschütze des Aufsteigers, Zubaku, wollte dem nicht nachstehen und erzielte nach einem Rush über 20 Meter, mit einem Schuss in die Torecke das 2:0. Offensiv war der FCL vor der Pause nicht mehr präsent und kriegte auch im Defensiv-Verbund kaum mehr Zugriff auf die plötzlich entfesselnden Gümliger.
Langenthal dreht das Spiel nach der Pause
Zur Pause sprach also nicht mehr sehr viel für den FC Langenthal und der mitgereiste Anhang begann sich mit der ersten Saisonniederlage zu befassen. Die FCL-Jungs bäumten sich im zweiten Durchgang aber auf, fanden besser ins Spiel, wurden griffiger, galliger und gingen resoluter in die Zweikämpfe. Nach 55 Minuten netzte Arianit Hajdari zum 2:1-Anschlusstor ein und bescherte dem FCL neue Hoffnung.
Diese wurden aber erstmal eine Minute später im Keim erstickt, als Konopek zum 3:1 einschoss. «Dann gewinnen wir halt 4:3», meinte der Teammanager Cenk Yildiz lapidar am Spielfeldrand. Und er sollte Recht bekommen. Aus Offside-verdächtiger Position heraus fiel dann der 3:2-Anschlusstreffer von Georgino M'Vondo-Ze.
Von nun an war der FC Langenthal tonangebend und hätte nach einer Intervention an Captain Mehmet Yigit eigentlich einen Strafstoss erhalten sollen. Die Pfeife des Unparteiischen blieb aber stumm. Der Ausgleich lag aber nun förmlich in der milden Abendluft. Nach Vorarbeit vom eingewechselten Joshua Gasane schloss Blendon Berisha etwas überhastet ab.
Zwei Minuten später, wurde das 3:3 aber Tatsache, als Gasane zum 3:3 einschieben konnte. Muri-Gümligen reagierte darauf und zwang FCL-Goalie Joschua Neuenschwander zu einer tollen Parade, nach einem präzisen Freistoss von Christian Mourelle Mouro.
Fallrückzieher bringt Langenthal den Sieg
Der Leckerbissen schlechthin folgte aber in der 81. Minute: Nach einem hohen Ball in den Strafraum, jagte M'Vondo-Ze den Ball per Fallrückzieher zum Siegtor ins Netz. Ein Treffer für das Bilderbuch und die Rubrik «Tor der Woche». Dieser Zungenschnalzer war der Abschluss einer wilden zweiten Halbzeit und brachte dem Leader am Ende den sechsten Sieg (mit Cup gar sieben) in Serie ein.
Kurz vor Abpfiff gingen die Gemüter noch einmal hoch und eine Rudelbildung war die Folge. Schiedsrichter Boven zitierte die beiden Captains zwar zu sich, liess aber Fingerspitzengefühl walten und verzichtete auf jegliche farbigen Sanktionen. Da hätten andere Unparteiische sicher mit roten Karten gewedelt und Akteure waren unnötig wieder wochenlang gesperrt worden.
Nach vier Minuten Nachschlag war dann Schluss in diesem tollen und unterhaltsamen Spitzenspiel. Sicherlich ein bitteres Ende für die Gastgeber, welche einen Punkt verdient gehabt hätten.








