FC Langenthal holt spät einen Punkt in Wohlen
Der FC Langenthal spielt auswärts beim FC Wohlen 2:2. Hajdari erzielt vier Minuten vor Schluss den Ausgleich und sichert den Oberaargauern noch einen Punkt.

Wie der FC Langenthal mitteilt, bleibt Wohlen ein schwieriges Pflaster für den FC Langenthal. Auch im siebten Anlauf, auf Stufe 1.Liga Classic, gelingt dem FC Langenthal im Stadion Niedermatten in Wohlen kein Sieg. Nach dem späten Ausgleich von Arianit Hajdari, musste sich der FCL mit dem einen Punkt begnügen und konnte das Ruder nicht mehr ganz herumreissen.
Nach dem 0:0 aus dem letzten Besuch in Wohlen vor einem Jahr, und vorher fünf Niederlagen in Serie auf diesem Terrain, kam der FCL auch im diesjährigen Spiel im Freiamt nicht zum ersten Vollerfolg. Die Gastgeber hatten nach der kürzlichen 1:5-Heimpleite gegen Schötz, etwas wieder gut zu machen. Dies merkte man als Zuschauer von der ersten Minute an, denn die Aargauer bestimmten die ersten Spielminuten klar.
Als sich der FCL ein erstes Mal lösen konnte und offensiv vorstellig wurde, traf Goalgetter Georgino M'Vondo-Ze in der achten Minute mit einem schönen Schlenzer zur Führung für die Langenthaler. Wenige Zeigerumdrehungen danach besassen sowohl Arianit Hajdari, wie auch Leandro Aversa die Option, den Vorsprung zu verdoppeln. Die erste halbe Stunde war fast absolviert, als Wohlen der Ausgleich glückte. Dem Ganzen war ein Fehler der Langenthaler Hintermannschaft vorausgegangen, worauf Bijan Dalvand das Geschenk dankend annahm.
Als dann rund zehn Minuten danach mit Aversa ein Spieler der Gelb-Blauen verletzt am Boden liegen blieb, nutzte der FCW die kurze Überzahlphase und das Überraschungsmoment clever aus. Dorde Komatovic stand am rechten Pfosten mutterseelenalleine und hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. Eine muskuläre Verletzung von Samuele Castiglione zwang FCL-Coach Edvaldo Della Casa schon vor der Pause zu einem Wechsel. Hoffentlich ist es für den Verteidiger nicht allzu schlimm, den FCL plagen ja bekanntlich zur Zeit schon einige wichtige Ausfälle. Gute Besserung «Samu».
Reaktion auf den Rückstand in der zweiten Halbzeit
Die Langenthaler waren sichtlich bemüht, diesen Rückstand sofort zu korrigieren. Der FCW-Schlussmann entschärfte einen gefährlichen Abschluss von M'Vondo-Ze mit einer tollen Parade und Yann Constant verfehlte etwas später den Kasten nur hauchdünn. Fast schien es von draussen etwas, als entblösse der FCL die Abwehr etwas gar früh um All-In zu gehen. In Minute 56 standen Gregori Anliker nämlich, gleich drei anstürmende Wohlener gegenüber.
Der gross gewachsene Verteidiger antipizierte aber im exakt richtigen Moment und entschärfte die Situation klasse. Auch Goalie Joschua Neuenschwander konnte danach mit einer tollen Parade rund 20 Minuten vor dem Abpfiff das wohl vorentscheidende 1:3 verhindern. Ab diesem Zeitpunkt dominierte der FC Langenthal klar und drückte die Freiämter powerplayähnlich in ihre Zone. Dauerdruck der Langenthaler und der Ausgleich war nur noch eine Frage der Zeit und lag förmlich in der regennassen Luft. Yann Constant und Blendon Berisha waren bereits nahe daran, zu reüssieren. Schliesslich war es Youngster Hajdari, welcher vier Minuten vor Ablauf der 90 Minuten, das Spielgerät zum 2:2 im Netz schoss.
Bevor der Schiedsrichter die fair geführte Partie (keine Karten) beendete, gab es für den FCL noch einen Schreckmoment, als plötzlich Freddy M'Biye vergessen ging und dieser alleine vor dem FCL-Tor knapp verzog. Das 2:2-Remis war schlussendlich ein gerechtes Ergebnis einer spannenden und intensiven Begegnung. Ein Lichtblick war sicher auch der Kurzauftritt des vorher lange verletzten Sofian Domoraud Operi.
Er zeigte schon gute Ansätze und wird, mit mehr Spielpraxis, sicher ein Gewinn für das Team sein. Die Nerven der Langenthaler Zuschauer wurden also auch im zehnten Saisonspiel keineswegs geschont, aber die Oberaargauer sorgten in jeder Partie stets für gute Unterhaltung und viel Betrieb vor beiden Toren. Nun steht also in einer Woche das grosse Highlight im Schweizer Cup bevor. Am Sonntag,18. Oktober 2026, kommt der FC Neuchâtel Xamax auf die Rankmatte.








