Eine umfassende Verkehrserhebung fand bereits in Landquart statt. Nun wird eine Strategie erarbeitet, bevor das Konzept im Winter 2022/2023 zur Mitwirkung geht.
Schulanlage Landquart.
Schulanlage Landquart. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel
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Wie die Gemeinde Landquart informiert, hat sie im Jahr 2019 ein Kommunales Räumliches Leitbild (KRL) erarbeitet. Dieses bildet die Grundlage für die laufende Überarbeitung der Ortsplanung. Das KRL definiert dabei unter anderem erste Handlungsanweisungen im Bereich Verkehr. Damit kann eine sorgfältig aufeinander abgestimmte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung sichergestellt werden.

In einem gesamtheitlichen Verkehrskonzept, in welchen sämtliche Verkehrsteilnehmende miteinbezogen werden, sollen die Handlungsanweisungen aus dem KRL konkretisiert und detaillierter betrachtet werden. Damit zu Beginn der Erarbeitung des Verkehrskonzeptes fundierte Grundlagenkenntnisse vorliegen, wurde 2019 eine umfassende Verkehrserhebung durchgeführt.

Diese erstreckte sich über die Gemeinden Landquart und Zizers. Dabei wurden neben elektronischen Verkehrsmessungen auch Durchflussstromanalysen durchgeführt. Mit diesen Messungen kann der Durchgangsverkehr sowie der Ziel- und Quellverkehr der Gemeinden Landquart und Zizers ermittelt werden. Damit ist das Verkehrsnetz bekannt und die Belastungswerte liegen präzise vor.

Siedlungsverträgliches Verkehrsaufkommen als Hauptziel

Das Verkehrskonzept soll als Hauptziel eine Verkehrsstrategie aufzeigen, welche auf die zukünftige Siedlungsentwicklung ausgelegt ist und das zukünftige Verkehrsaufkommen siedlungsverträglich abwickeln kann. Dazu zählen Umgestaltungen von Strassenräumen, punktuelle Ergänzungen des bestehenden Strassennetzes, das Bereitstellen von attraktiven Fuss- und Velowegen sowie ein attraktives Angebot des öffentlichen Verkehrs (ÖV).

Zudem soll die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und insbesondere für die Schulkinder erhöht werden. Durch attraktive Fuss- und Velowege sowie durch Umgestaltungen von Bushaltestellen und Bahnhofsbereichen soll der Modal-Split-Anteil zugunsten des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs verlagert werden.

Ein weiteres Ziel ist, die Aufenthaltsqualität in den Zentren zu erhöhen und die Intermodalität durch attraktive Transportketten mit kurzen Umsteigewegen zu verbessern. Die Bevölkerung und Umwelt sollen vor negativen Auswirkungen des Verkehrs geschützt werden.

Bis Herbst 2022 werden Massnahmen erarbeitet

An einem Workshop im Oktober 2021 hat sich der Gemeindevorstand intensiv mit der Verkehrsthematik beschäftigt und die Analysen und Schwachstellenpläne im Bereich des motorisierten Individualverkehrs, Fuss- und Veloverkehrs sowie öffentlichen Verkehrs erarbeitet.

Gestützt auf die Analysepläne werden nun die Strategie und die dazugehörenden Massnahmen erarbeitet. Im Herbst 2022 werden die Strategie und Massnahmen im Gemeindevorstand beraten, im Winter 2022/2023 soll voraussichtlich die öffentliche Mitwirkung erfolgen.

Nach den Rückmeldungen aus der Mitwirkung wird das Konzept überarbeitet und vom Gemeindevorstand verabschiedet. Wesentlichen Inhalte fliessen anschliessend in die laufende Gesamtrevision der Nutzungsplanung ein.

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