Schulen am Limit: Campus Ebnet wird erweitert und saniert
Der Bezirk Küssnacht will die Schulanlage Ebnet 1 und 2 aufstocken und sanieren. Am 20. April 2026 entscheidet die Bezirksgemeinde über Planung und Bau.

Wie der Bezirk Küssnacht berichtet, benötigen die Bezirksschulen dringend zusätzlichen Schulraum. Mit der Aufstockung und dem Umbau der Schulanlage Ebnet 1 und 2 will der Bezirk als erste Massnahme Platz für die wachsende Oberstufe schaffen.
Gleichzeitig müssen das Ebnet 1 und der Zwischenbau (Aula) saniert werden. Die Ausgabenbewilligung für die Planung und den Bau kommt am 20. April 2026 vor die Bezirksgemeinde. Die Urnenabstimmung findet voraussichtlich am 14. Juni 2026 statt.
Rund 1330 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Bezirksschulen Küssnacht, Tendenz steigend. Die bestehenden Schulhäuser sind bereits heute vollständig ausgelastet. Provisorien auf der Chaspersmatte und in der Seematt verschaffen zwar kurzfristig Entlastung, stellen jedoch keine nachhaltige Lösung dar.
Ebnet 1 im Fokus der Erneuerung
Es fehlen Klassenzimmer, Fachräume, Gruppenräume sowie geeignete Räume für Förderangebote und die Musikschule. Auch Kapazitäten für Therapieräume und für den Sportunterricht sind knapp.
Gleichzeitig besteht bei älteren Schulgebäuden ein erheblicher Sanierungsbedarf, insbesondere beim 1977 erstellten Ebnet 1. Neben funktionalen Mängeln sind auch Anforderungen an Erdbebensicherheit, Brandschutz und Energieeffizienz zu erfüllen.
Um die Schulraumplanung mittel- und langfristig sicherzustellen, ist eine etappierte Sanierung und Erweiterung der Schulanlagen geplant. Als erste Massnahme wollen die Bezirksschulen und der Bezirksrat das Schulhaus Ebnet 1 und den Zwischentrakt gezielt sanieren, erweitern und modernisieren.
Dadurch soll ausreichend zukunftsfähiger Raum für die Oberstufe entstehen und gleichzeitig bestehende bauliche Defizite behoben werden. Als weiterer Vorteil könnten extern zugemietete Flächen aufgegeben werden.
Lösungsansatz und Raumprogramm
Das vorgesehene Planungs- und Bauprojekt entwickelt die bestehende Anlage zu einem zusammenhängenden, modernen Schulcampus weiter. Die Aufstockung und der Umbau orientieren sich an der bestehenden Struktur und vernetzen die einzelnen Gebäudeteile funktional wie architektonisch.
Das erarbeitete Raumprogramm richtet sich nach den kantonalen Empfehlungen und wurde auf die spezifischen pädagogischen Bedürfnisse der Schule abgestimmt. Im Zentrum stehen flexibel nutzbare Unterrichtsräume, die unterschiedlich kombiniert und bespielt werden können.
Standardisierte Raumgrössen ermöglichen vielseitige Nutzungen – von klassischen Klassenstrukturen bis hin zu offenen Lernlandschaften oder kleinteiligeren Gruppenräumen. So kann auf verschiedene Situationen jederzeit reagiert werden.
Moderne Lernlandschaften geplant
Neben den Räumen für die Oberstufe sind auch Flächen für die Musikschule mit erhöhten akustischen Anforderungen sowie für Logopädie und Psychomotorik vorgesehen.
Eine grössere, flexibel nutzbare Aula und zusätzliche Mehrzweckräume würden künftig nicht nur den Bezirksschulen, sondern auch der Öffentlichkeit und den Vereinen zugutekommen. Das vorliegende Vorprojekt berücksichtigt die angedachten Massnahmen.
Pädagogisch setzt das Projekt auf multifunktionale Klassencluster, flexibel nutzbare Erschliessungsflächen und vielfältige Lernorte mit hoher Aufenthaltsqualität. Jede Schulstufe erhält bei Annahme der Sachvorlage künftig ein eigenes Geschoss.
Die Aula oder die Mehrzweckräume, die auch von der Öffentlichkeit genutzt werden, können vom eigentlichen Schulbetrieb getrennt erschlossen werden.
Bauen bei laufendem Schulbetrieb
Die Realisierung ist in zwei Hauptetappen angedacht, damit der Schulbetrieb während der Bauzeit weitergeführt werden kann. Mit diesem Vorgehen spart der Bezirk Kosten für ein zusätzliches Provisorium. Lärmintensive Arbeiten sollen soweit möglich in den Ferien stattfinden.
An der kommenden Bezirksgemeinde vom 20. April 2026 wird die Sachvorlage zur Aufstockung und dem Umbau des Ebnet 1 und 2 vorgestellt. Die Stimmberechtigten werden an der Urne darüber entscheiden.
Die kommunale Volksabstimmung findet voraussichtlich am 14. Juni 2026 statt. Bis dahin veranstalten die Bezirksschulen Informationsanlässe für Interessierte. Deren genaue Daten werden in Kürze kommuniziert.
Über die gesamte Schulraumplanung mit den darauffolgenden Massnahmen für die weiteren Schuleinheiten informiert der Bezirk die Bevölkerung fortlaufend und so bald wie möglich.










