Pflegezentrum Seematt: Sanierung ebnet Weg für die Zukunft
Küssnacht plant den Neubau und die Sanierung des Pflegezentrums , um eine zeitgemässe und langfristig gesicherte Alters- und Pflegeversorgung zu gewährleisten.

Wie der Bezirk Küssnacht mitteilt, muss das Pflegezentrum Seematt den wachsenden Anforderungen an Pflege, Betreuung und altersgerechtem Wohnen gerecht werden. Mit dem geplanten Neubau und der Sanierung des Pflegezentrums liegt eine tragfähige, geprüfte und zukunftsorientierte Lösung vor.
Teile des Pflegezentrums Seematt sind in die Jahre gekommen und entsprechen den heutigen Anforderungen an ein modernes Pflege- und Alterszentrum nur noch bedingt.
Fehlende oder veraltete Lüftungsanlagen, energetisch unzweckmässige Fenster, Pflegezimmer ohne eigene Nasszellen sowie ungenügende Barrierefreiheit erschweren den Betrieb. Auch die bestehenden Raumkonzepte werden den heutigen und künftigen Bedürfnissen in der Pflege nicht mehr gerecht.
Gleichzeitig steigt der Bedarf an unterschiedlichen Wohn- und Pflegeformen für ältere Menschen. Der gesetzliche Auftrag des Bezirks, eine ausreichende Versorgung für Betagte und Pflegebedürftige sicherzustellen, macht eine langfristige und nachhaltige Lösung erforderlich.
Geprüfte Gesamtlösung
Als Antwort auf diese Herausforderungen haben das Pflegezentrum Seematt, der Bezirksrat und externe Fachpersonen in enger Zusammenarbeit eine vertiefte Machbarkeitsstudie erarbeitet.
Diese bestätigt, dass der geplante Neubau und die Sanierung des Pflegezentrums sowohl die kantonalen als auch die bezirkseigenen Anforderungen vollumfänglich erfüllt. Des Weiteren setzt das Projekt die Ziele der «Versorgungsstrategie Alter» um.
Mit Entscheid vom 17. Dezember 2024 unterstützt der Kanton Schwyz dieses Projekt mit provisorisch mehr als fünf Millionen Franken, sofern der Bau zustande kommt.
Der Standort des aktuellen Pflegezentrums bleibt erhalten und wird gezielt weiterentwickelt. Die Lösung setzt auf eine moderne Infrastruktur, klare funktionale Zuordnungen der einzelnen Gebäude sowie eine hohe Flexibilität für zukünftige Entwicklungen.
Änderungen im Überblick
Die Ausgabenbewilligung für die Planung kommt im April 2026 vor die Bezirksgemeinde, bevor die Stimmberechtigten voraussichtlich im Juni an der Urne darüber befinden werden.
Bei einer Annahme sehen der angedachte Neubau und die Sanierung des Pflegezentrums Seematt folgende Änderungen vor: Im Haus Pilatus werden die 50 Pflegezimmer saniert und mit eigenen Duschen sowie einer kontrollierten Lüftung ausgestattet, was bislang nicht der Fall war.
Zudem wird der gesamte Gastronomie- und Restaurationsbereich an die heutigen Anforderungen angepasst. Die Häuser Mythen und Stoos bieten nach Projektabschluss insgesamt 41 Pflegeplätze sowie neue Administrations- und Büroräumlichkeiten.
Mehr Platz und flexible Nutzung
Ergänzt wird das Angebot durch eine zweigeschossige unterirdische Einstellhalle mit rund 58 Parkplätzen, darunter Behindertenparkplätze und Elektroladestationen. Ergänzend entstehen Räume für Therapien und weitere Dienstleistungen, die das selbstständige Wohnen im Alter unterstützen.
Das neu geplante Haus Seebodenalp umfasst 22 Pflegeplätze und wird so konzipiert, dass bei einem langfristigen Rückgang des Pflegebedarfs eine Umnutzung zu Alterswohnungen auf eine einfache Weise möglich ist.
Kommende Generationen versorgen
Nach Abschluss des Gesamtprojekts soll das Pflegezentrum Seematt über insgesamt 113 Pflegeplätze verfügen. Bei Annahme der Stimmberechtigten entsteht damit ein vielfältiges und flexibel nutzbares Angebot aus Alterswohnungen, betreutem Wohnen und stationärer Pflege.
Dieses Angebot würde ergänzt durch zentrale Dienstleistungen wie Gastronomie, Pflege, medizinische Versorgung, Reinigung und Wäsche.
Mit der Projektabsicht eines Neubaus und der Sanierung des Pflegezentrums Seematt investiert der Bezirk gezielt in eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige Alters- und Pflegeversorgung. Damit schafft er eine nachhaltige Lösung für die Bevölkerung von heute und morgen.









