Pilotprojekt ebnet Weg für digitale Behördengänge
Die Gemeinde Meilen startet ab 9. Februar 2026 mit «Digilex» und erprobt als eine der ersten Zürcher Gemeinden digitale Behördengänge.

Wie die Gemeinde Meilen informiert, führt sie ab dem 9. Februar 2026 das kantonale Digitalisierungsprojekt Digilex ein. Im Pilotbetrieb testet Meilen damit als eine der ersten Gemeinden im Kanton Zürich ausgewählte digitale Dienstleistungen unter realen Bedingungen – und dies ein Jahr vor dem kantonal festgelegten Starttermin.
Hintergrund ist die digitale Transformation der Verwaltungsverfahren. Mit dem Projekt Digilex hat der Zürcher Regierungsrat die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen, dass Behörden künftig Verfahrenshandlungen durchgängig digital anbieten müssen.
Die neue Verordnung über elektronische Verfahrenshandlungen (VEVV) sowie Anpassungen im Verwaltungsrechtspflegegesetz (nVRG) wurden zunächst für den 1. Januar 2026 angesetzt, später jedoch auf den 1. Januar 2027 verschoben, um den staatlichen Institutionen mehr Umsetzungszeit einzuräumen.
Schrittweise Einführung weiterer Angebote
Damit Meilemer Einwohnerinnen und Einwohner künftig von reibungslosen digitalen Behördengängen profitieren können, beginnt die Gemeindeverwaltung Meilen bereits ein Jahr früher mit dem praktischen Test.
Zum Start werden häufig nachgefragte Dienstleistungen wie Hundemeldungen, Wohnsitzbestätigungen, Aufenthalts- und Heimatausweise, Handlungsfähigkeitszeugnisse und Anmeldungen für Boots- oder Veloparkplätze durchgängig digital angeboten.
Weitere Dienstleistungen sollen schrittweise folgen, sobald die gesetzlichen Grundlagen in Kraft treten.
Pilotbetrieb ohne Mehrkosten
Der Pilotbetrieb verursacht keine zusätzlichen Kosten und dient dazu, frühzeitig Erfahrungen zu sammeln und die Ressourcen für die spätere definitive Einführung zu entlasten. Auch nach der Einführung von DigiLex im Kanton Zürich bleibt die Papierform weiterhin zulässig.










