Flughafen Zürich: Abflugänderungen sorgen für Diskussion
Bisenkonzept auf dem Prüfstand: Einwohner von Küsnacht können bis 17. Februar Einsprache gegen die geplanten Südstarts, Routenanpassungen und Nachtlärm erheben.

Wie die Gemeinde Küsnacht mitteilt, nimmt sie kritisch zur Kenntnis, dass die Flughafen Zürich AG im neu aufgelegten Betriebsreglement 2014/2017 die Einführung von Südstarts geradeaus bei Bisenlage beantragt.
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) führt derzeit ein vereinigtes Verfahren zur Genehmigung der Betriebsreglementsänderung 2014/2017 durch.
Die im Gesuch enthaltenen Punkte betreffen insbesondere das neue Bisenkonzept mit Starts ab Piste 16 geradeaus, Anpassungen von Abflug- und Startrouten, Entflechtung des Ost- und Südkonzepts sowie Anpassungen der zulässigen Lärmimmissionen in der ersten und zweiten Nachtstunde.
Die Unterlagen liegen vom 19. Januar bis zum 17. Februar 2026 öffentlich auf.
Einsprache gegen neue Flugrouten möglich
Während der Auflagefrist können alle Personen und Institutionen eine schriftliche und begründete Einsprache beim BAZL einreichen. Das Fluglärmforum Süd wird der Bevölkerung anfangs Februar 2026 eine Mustereinsprache zur Verfügung stellen.
Der Gemeinderat Küsnacht ruft die Einwohnerinnen und Einwohner dazu auf, von ihrem Mitwirkungsrecht Gebrauch zu machen. «Erheben Sie Einsprache und setzen Sie ein Zeichen für den Schutz der dicht besiedelten Wohngebiete und die Bewahrung der Lebensqualität in Küsnacht» sagt Gemeindepräsident Markus Ernst dazu.
«Nur eine breite Beteiligung der Bevölkerung kann sicherstellen, dass die massgeblichen Interessen unserer Gemeinde im Genehmigungsverfahren angemessen berücksichtigt werden.» Selber plant der Gemeinderat ebenfalls, Einsprache zu erheben.
Informationsveranstaltungen zu Flugrouten
Zu den geplanten Änderungen finden zwei Informationsanlässe des Fluglärmforums Süd statt: Dienstag, 10. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Uster und Mittwoch, 11. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Zumikon.










