Flughafen Zürich

Flughafen Zürich nach Rekordjahr vorsichtig optimistisch

Keystone-SDA
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Zürich,

Am Flughafen Zürich blickt auf ein Rekordjahr zurück. Gleichzeitig gibt sich das Unternehmen für 2026 vorsichtig optimistisch. Schub könnte bald der indische Flughafen Noida geben.

Flughafen Zürich
Reisende am Flughafen Zürich. - keystone

«Wir haben 2025 bei den Passagierzahlen auf Jahres-, Monats- und Tagesbasis neue Rekorde erzielt», sagte CEO Lukas Brosi am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Kloten. Auch beim Umsatz, Betriebsgewinn und Gewinn konnten neue Höchstwerte gesetzt werden.

Der Umsatz stieg um 3,0 Prozent auf 1,36 Milliarden Franken. Treiber waren höhere Passagierzahlen sowie steigende Beiträge aus dem Immobiliengeschäft und den internationalen Beteiligungen.

Da die Kosten weniger stark zunahmen, verbesserte sich die EBITDA-Marge auf 56,0 Prozent nach 55,3 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein um rund 6 Prozent höherer Reingewinn von 346 Millionen Franken.

Nach dem starken Jahr will der Verwaltungsrat die Ausschüttung an die Aktionäre erhöhen. Vorgeschlagen wird eine ordentliche Dividende von 8,50 Franken je Aktie, nach 4,30 Franken im Vorjahr. Damals war zusätzlich eine Sonderdividende von 1,40 Franken ausbezahlt worden. Hinter dem deutlichen Anstieg steht eine neue Dividendenpolitik, die künftig eine Ausschüttung von bis zu 75 Prozent des bereinigten Gewinns vorsieht.

Gleichzeitig blieb der Flughafen auch bei den Investitionen auf dem Gaspedal. So flossen 2025 insgesamt 716 Millionen Franken in verschiedene Infrastrukturprojekte, rund 150 Millionen mehr als im Vorjahr. Wichtigstes Projekt bleibt der Ersatzneubau von Dock A und eines neuen Towers.

Nach der Fertigstellung dürften diese Bauten dem Flughafen «ein neues Gesicht geben», sagte Brosi. Das Bauen unter laufendem Betrieb bleibe aber eine grosse Herausforderung.

Derweil steht die Eröffnung des Flughafens Noida im Grossraum Dehli nach Verzögerungen nun unmittelbar bevor. «Nach Erhalt der Betriebsbewilligung bereiten wird nun gemeinsam mit den indischen Behörden die Eröffnungszeremonie vor», so der Flughafen-Chef. Nach der ersten Bauphase verfügt Noida über eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren pro Jahr, die langfristig auf 70 Millionen oder mehr ausgebaut werden kann.

Am Standort Zürich stellt sich das Management für 2026 auf etwas mehr als 33 Millionen Passagiere ein, entsprechend einem Plus von 2 bis 3 Prozent. Die Auswirkungen des Irankriegs seien dabei aus heutiger Sicht und aufgrund der dynamischen Situation aber nur schwer abschätzbar. Der EBITDA soll etwa auf Vorjahresniveau zu liegen kommen, während der Reingewinn unter anderem wegen Kosten und Abschreibungen für Noida tiefer ausfallen dürfte.

An der Börse kamen vor allem diese vorsichtigen Aussagen zum Ausblick schlecht an. Die Aktie der Flughafen Zürich verlor am Dienstagvormittag 2,7 Prozent auf 242 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI gleichzeitig um 1,1 Prozent zulegte. Analysten bezeichneten die Resultate insgesamt als solide, verwiesen aber auf einen zurückhaltenden Ausblick. Mittelfristig sehen einige Experten im Hochfahren des Flughafens in Noida jedoch einen wichtigen Wachstumstreiber.

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