Sicherheitsholzerei stabilisiert den Hobacherwald
Die Stadt Kriens führt im Hobacherwald eine Sicherheitsholzerei durch. Der Eingriff sichert Wanderwege und die Sonnenbergbahn langfristig vor Naturgefahren ab.

Wie die Stadt Kriens mitteilt, setzt sie im Hobacherwald auf eine sorgfältig abgewogene Schutzwaldpflege. Fachliche Abklärungen bestätigen den geplanten Eingriff – gleichzeitig bleiben drei alte Buchen erhalten.
Nach eingehender Prüfung hält die Stadt Kriens an der geplanten Schutzwaldpflege und Sicherheitsholzerei im Hobacherwald fest. Ziel ist es, die Bevölkerung und wichtige Infrastrukturen langfristig vor Naturgefahren zu schützen und gleichzeitig den Wald nachhaltig und klimaresistent weiterzuentwickeln. Dabei sind Anliegen aus der Bevölkerung in die Planung eingeflossen.
Schutzwald mit zentraler Bedeutung
Der Hobacherwald erfüllt als Schutzwald eine wichtige Funktion für Mensch und Infrastruktur. Er schützt unter anderem die Sonnenbergbahn, umliegende Gebäude sowie stark frequentierte Fusswege vor Naturgefahren wie flachgründigen Rutschungen, Steinschlag und Gerinneprozessen. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu kleineren Ereignissen, die bauliche Sicherungsmassnahmen notwendig machten.
Die geplanten Massnahmen zielen darauf ab, diese Schutzwirkung langfristig zu erhalten und gezielt zu stärken. «Schutzwaldpflege ist kein Kahlschlag, sondern eine Investition in Sicherheit und Zukunft», betont Stadtrat Maurus Frey.
Gerade im urbanen Raum sei es wichtig, Risiken frühzeitig zu reduzieren und den Wald stabil zu halten. Für die fachliche Anzeichnung der Eingriffe sowie die Bewilligung ist die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) zuständig.
Eingriff für Stabilität und Sicherheit
Die Sicherheitsholzerei konzentriert sich auf Bäume, die heute oder in absehbarer Zeit ein erhöhtes Risiko für Menschen oder Infrastruktur darstellen könnten – insbesondere entlang der Wege und an exponierten Waldrändern.
Gleichzeitig wird darauf geachtet, keine neuen Gefahrenträger zu schaffen, etwa durch übermässige Auflichtung oder instabile Einzelbäume. Die Baumartenvielfalt soll im Hinblick auf den Klimawandel gezielt gefördert werden.
Gleichzeitig nimmt die Stadt ihre Verantwortung für die Schutzwaldpflege wahr – im Interesse der Sicherheit und eines stabilen Waldes für kommende Generationen. Die Arbeiten erfolgen als Stehendnutzung mit Helikopter.
Dieses aufwendigere Verfahren reduziert Bodenschäden und schont den verbleibenden Baumbestand, auch wenn es am Tag der Ausführung zu kurzfristigen Lärmemissionen kommt. «Uns war es wichtig, eine Lösung zu wählen, die den Wald möglichst wenig beeinträchtigt und langfristig wirkt», sagt Maurus Frey.
Anliegen der Bevölkerung aufgenommen
Im Rahmen eines Informationsanlasses im Jahr 2025 hatten Anwohnende insbesondere die geplanten Fällungen am westlichen Waldrand kritisch hinterfragt und auf die ökologische, klimatische und landschaftliche Bedeutung alter, grosser Bäume hingewiesen. Die Stadt Kriens hat diese Anliegen ernst genommen und die Planung nochmals vertieft prüfen lassen.
Diese zusätzliche fachliche Prüfung bestätigt die Zielsetzungen und den Umfang des Eingriffs als sachgerecht und ausgewogen. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass im mittleren Abschnitt entlang des Fusswegs drei alte Buchen ohne sicherheitsrelevante Nachteile erhalten bleiben können.
Diese Bäume werden deshalb nicht gefällt. «Wo wir alte, prägende Bäume verantwortungsvoll stehen lassen können, tun wir das», so Maurus Frey, «aber wir dürfen bestehende Risiken für Menschen nicht ausblenden».
Schutzwaldpflege mit Blick auf kommende Generationen
Der Erhalt alter Bäume ist der Stadt Kriens ein wichtiges Anliegen und unter anderem im Planungsbericht «1000 Bäume für Kriens» sowie im Förderprogramm Energie und Klima verankert.
Die Schutzwaldpflege im Hobacherwald folgt demselben Grundsatz: bewahren, wo möglich – eingreifen, wo notwendig. Ziel ist ein vielfältiger, stabiler Wald, der seine Schutzfunktion auch für kommende Generationen zuverlässig erfüllt.
Die Durchführung der Sicherheitsholzerei ist für den Winter 2026/2027 vorgesehen.










