Kriens

Stadt richtet Kinder- und Familienpolitik strategisch neu aus

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Ab August 2026 wird die Kinderförderung direkt in den Quartieren verstärkt. Ziel der Stadt Kriens ist es, durch Prävention langfristige Folgekosten zu senken.

Die Schulanlage Kriens.
Die Schulanlage Kriens. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Stadt Kriens informiert, richtet sie ihre Kinder-, Jugend- und Familienpolitik neu aus. Im Zentrum steht ein wirkungsorientierter Ansatz: Angebote werden künftig stärker vernetzt, strategisch geführt und anhand von Daten weiterentwickelt. Ziel ist ein Gesamtsystem, das Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig und wirksam unterstützt.

Die Stadt Kriens vollzieht in den kommenden Jahren einen grundlegenden Entwicklungsschritt in der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. Statt einzelne Angebote isoliert weiter auszubauen, entsteht ein integriertes Unterstützungssystem, das Freizeit, Sport, Kultur, frühe Förderung und Partizipation enger miteinander verbindet. Der Stadtrat wird regelmässig über die strategischen Eckpunkte und die laufenden Projekte informiert.

Fokus auf Prävention

Die Neuausrichtung entsteht, weil sich die Lebensbedingungen von Kindern und Familien verändern – etwa durch mehr psychische Belastungen, wachsende Ungleichheiten und neue Freizeitgewohnheiten. Gleichzeitig folgt die Stadt den Vorgaben des Legislaturprogramms 2024–2028. Deshalb setzt Kriens stärker auf Prävention und darauf, Kinder und Familien frühzeitig zu unterstützen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Kindern in den ersten Lebensjahren. Die Stadt arbeitet eng mit Spielgruppen und weiteren Fachstellen zusammen, um Übergänge – etwa beim Eintritt in die Schule – gezielt zu begleiten.

Ein zentraler Bestandteil ist daher der Aufbau einer durchgehenden Zugangskette für Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren. Mit dem «Kafi FF – Frühe Förderung» steht Familien bereits heute ein niederschwelliger Anlaufpunkt zur Verfügung.

Zusätzliche Kinderförderung in den Quartieren

Ab August 2026 wird eine zusätzliche Kinderförderung in den Quartieren direkt im Lebensumfeld der Kinder eingeführt. Parallel entsteht ein neues «Leitbild Kind, Jugend und Familie», ergänzt durch eine umfassende Sport- und Freizeitstrategie, die Bewegung, Begegnung und Gesundheit gezielt stärken soll.

Wesentlich für den neuen Ansatz ist die datengestützte Steuerung. Instrumente wie der Unicef-Kinderrechtebarometer, die Radix-Jugendbefragung sowie externe Wirkungsanalysen der Hochschule Luzern und der Pädagogischen Hochschule Luzern liefern fundierte Grundlagen, um Massnahmen gezielt weiterzuentwickeln und Ressourcen dort einzusetzen, wo sie am meisten bewirken.

Förderung über Partizipation

Besonders gestärkt wird auch die Partizipation: Kinder und Jugendliche sollen künftig nicht nur angehört, sondern schrittweise mit echter Entscheidungstiefe einbezogen werden – insbesondere im Kinder- und Jugendrat. Dies trägt zu einer Politik bei, die ihre Anliegen ernst nimmt und Vielfalt im demokratischen Prozess fördert.

Den Grundgedanken der Neuausrichtung fasst Bildungs-, Kultur- und Sportvorsteher Marco Frauenknecht so zusammen: «Wir wollen nicht einfach mehr Angebote schaffen, sondern gezielt die Wirkung verbessern. Kriens setzt auf eine vernetzte und vorausschauende Politik, die Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig stärkt und langfristig trägt.»

Ziel der Stadt ist es insgesamt, die koordinativen Leistungen der Fachstellen zu verbessern. Diese oft wenig sichtbare, aber zentrale Arbeit soll dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen, präventiv zu handeln und langfristig Folgekosten im Sozial-, Gesundheits- oder Kindesschutzbereich zu reduzieren.

Kommentare

User #4678 (nicht angemeldet)

Mit dem Geld sollteb leute ohne kinder gefördert werden damit sie welche bekommen, oder nur die ersten 2 sollen staatliche Unterstützung erhalten.

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