Wie der HSC Kreuzlingen mitteilt, gewinnen die SPL1-Frauen dank einer Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten den Kampf in Herzogenbuchsee mit 33:30.
Ein Handball liegt auf einem Tor. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild
Ein Handball liegt auf einem Tor. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH
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Während es Herzogenbuchsee durch die erste Saisonniederlage verpasste, nach drei Spieltagen die alleinige Tabellenführung zu übernehmen, liegt Kreuzlingen jetzt überraschend mit 5:1 Punkten auf Augenhöhe mit Leader Spono Eagles.

Die Thurgauerinnen empfangen am Samstag, 24. September 2022, um 17 Uhr, in der Egelseehalle den Cup- und Supercup-Gewinner LK Zug. Die Innerschweizerinnen, einmal mehr als Titelmitfavorit gehandelt, liegen mit 1:5 Punkten überraschend nur auf Rang sieben.

Nach Blitzstart zu euphorisch

Die Kreuzlingerinnen nahmen den Schwung des ersten Punktgewinns vor Wochenfrist beim 25:25 gegen Rekordmeister Brühl St. Gallen offensichtlich mit nach Herzogenbuchsee. Sie starten jedenfalls sehr konzentriert und druckvoll, führten nach gut fünf Spielminuten bereits mit 4:1.

Die Gastgeberinnen fanden in der Folge nur deshalb zurück ins Spiel, weil der HSCK nach diesem überzeugenden Auftakt etwas zu euphorisch agierte, im Angriff zu viele unerzwungene Fehler machte und so den Faden verlor.

Die Oberaargauerinnen nutzten den Durchhänger des HSCK, glichen das Skore zuerst aus und gingen in der 21. Minute beim 9:8 erstmals in Führung. Im Angriff hatten es die Gäste in der Folge primär der erst nach einer Viertelstunde eingewechselten Topscorerin Petra Skoricova und Annika Blanke zu verdanken, dass man resultatmässig einigermassen dranbleiben konnte.

Pech in der Schlussminute

Einiges Pech hatte der HSCK in der Schlussminute, als die eingewechselte Torfrau Nathalie Wörner sowohl den Penalty als auch den Nachschuss von Anina Steiner abwehren konnte, der HVH aber in Ballbesitz blieb und so wenige Sekunden vor der Sirene doch noch den 16:13-Pausenstand bewerkstelligen konnte.

Diesen Dreitore-Rückstand schuldeten die Kreuzlingerinnen primär ihrer zu hohen Zahl an technischen Fehlern (8). Da hatte Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug und Coach Urs Mühlethaler in der Pause einige Korrekturen anbringen.

Mit Torserie zur Wende

Zu Beginn der zweiten Halbzeit überstand der HSCK eine einminütige Unterzahl schadlos. Profit vermochte man daraus aber nicht zu ziehen. Erneut hatte er es Torfrau Wörner zu verdanken, die mit ihrer zweiten Penaltyparade einen erstmaligen Fünftore-Rückstand vorerst verhinderte.

Während einer weiteren Überzahl holte dies «Buchsi» aber nach. Den Kreuzlinger Fehlstart in die zweite Halbzeit machte Michelle Schmid mit einem verwandelten Penalty und einem erfolgreichen Distanzwurf zum 20:14 (37.) perfekt.

Zu diesem Zeitpunkt schienen die Oberaargauerinnen ihrem dritten Sieg im dritten Spiel und damit der Tabellenspitze entgegenzusteuern. Doch der HSCK zeigte eine starke Reaktion, kämpfte sich zurück ins Match und verkürzte den Rückstand mit fünf Treffern in Serie wegweisend.

In der 43. Minute schaffte Kira Klein nach einem Gegenstoss den 21:21-Gleichstand und die starke Blanke mit ihrem bereits siebten Tor die 23:22-Führung (46.). Eine Überzahl nützte Selina Weidmann rund zehn Minuten vor Schluss zum Zwei-Tore-Vorsprung und Stefanie Schalko netzte wenig später sogar zum 26:23 ein.

HVH in der Schlussphase extrem offensiv

Trotzdem blieb es spannend, weil sich Herzogenbuchsee nochmals vehement gegen die erste Saisonniederlage stemmte. In der Schlussphase verteidigte der HVH extrem offensiv und mit einer Spezialdeckung auf Schalko.

Dazu griffen die Einheimischen mit einer siebten Feldspielerin an. «Buchsi» spielte nun also mit offenem Visier, doch der HSCK nützte nun die gegnerischen Fehler kaltblütig aus. Schalko entschied die Partie mit ihrem Wurf ins leere Tor zum 29:33 gut 90 Sekunden vor der Sirene.

Einen grossen Anteil an der Wende besass definitiv auch Torfrau Nathalie Wörner mit insgesamt sieben hochkarätigen Paraden inklusive zwei gehaltener Siebenmeter.

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