Mehr Verkehrssicherheit für Kinder beim Schulhaus Buchsee
Beim Schulhaus Buchsee in Köniz gelten neue Verkehrsregeln mit Fahrverbot, Kiss & Ride-Zonen und baulichen Massnahmen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.

Wie die Gemeinde Köniz berichtet, gelten seit den Frühlingsferien 2026 ums Schulhaus Buchsee neue Verkehrsregeln. Wie bereits beim Schulhaus Blindenmoos setzt die Gemeinde Köniz nun auch beim Schulhaus Buchsee auf einen Massnahmen-Mix, um die Fahrten von Elterntaxis zu reduzieren und zu lenken.
Die sogenannten «Elterntaxis» – also Autofahrten, um Kinder in die Schule zu bringen oder abzuholen – beschäftigen die Schulen und die Abteilung Verkehr und Unterhalt der Gemeinde Köniz seit einigen Jahren.
Wenn Eltern zum Anhalten auf das Trottoir fahren oder vor der Schule wenden, gefährden sie diejenigen Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind.
2023 startete die Gemeinde Köniz die Kampagne «Ich kann das. Ich geh zu Fuss», deren Ziel es ist, die Kinder zu stärken und unnötige Autofahrten zur Schule zu vermeiden. Die Kampagne und Informationen an die Eltern genügen jedoch nicht.
Erfolgreiches Pilotprojekt Blindenmoos
Die Gemeinde ergänzt die Kampagne mit Massnahmen, um die Elterntaxis zu lenken. Sie testete im Winter 2024/25 auf den Strassen ums Schulhaus Blindenmoos eine Kombination von Markierungen, farblicher Gestaltung, Signalisation und baulichen Massnahmen.
Begleitet wurden die Massnahmen durch Informationen für Eltern und Kinder, Anwohner und Gewerbetreibende. Die Auswertung zeigte, dass der Massnahmen-Mix funktioniert: Der Verkehr direkt vor dem Schulhaus nahm ab und der Schulweg wurde sicherer. Nun kommt ein ähnlicher Mix beim Schulhaus Buchsee zum Einsatz.
Fahrverbot und Kiss & Ride für Eltern
Der Lilienweg, der direkt vor dem Schulhaus-Eingang vorbeiführt, darf nur noch von Anwohnern und Zulieferern befahren werden. Elterntaxis sind ausdrücklich verboten.
Für die Fälle, in denen ein Kind mit dem Auto zur Schule gebracht werden muss, gibt es am Mösliweg neu eine Kiss & Ride-Zone. Hier dürfen Fahrzeuge kurz stoppen, um Kinder aus- oder einsteigen zu lassen.
Ein Plakat empfiehlt, bei der Wegfahrt an der Kreuzung Lilien-/Mösliweg zu wenden, damit keine gefährlichen Wendemanöver im Mösliweg entstehen. Ausserhalb der Parkfelder gilt ein Halteverbot.
Wer seine Kinder mit dem Velo zur Schule bringt, kann direkt vors Schulhaus fahren: Hier ist ein neuer Velo-Kiss & Ride-Platz entstanden.
Die «Könizer Schulstrasse» wird zum bewährten Gestaltungselement
Auf dem Lilienweg ist neu der Schriftzug «SCHULE» zu lesen und farbige Muster zieren die Fahrbahn. Sie sollen Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass hier Kinder zur Schule unterwegs sind.
Auch diese Gestaltung kam beim Pilotprojekt Blindenmoos zum Einsatz und bewährte sich. Die Gemeinde wird diese «Könizer Schulstrasse» künftig auch bei weiteren Schulhäusern prüfen.
Als bauliches Element kommen die sogenannten «Trottoirnasen» zum Einsatz: Mit Pollern geschützte Ausbuchtungen des Trottoirs verringern die Breite der Fahrbahn. Die Kinder können die Strasse so an einer schmalen Stelle überqueren, zudem verbessern diese Trottoirnasen die Sichtbarkeit.
Grosser Bedarf bei weiteren Schulhäusern
Die Schulleitungen kennen die gefährlichen Situationen vor ihren Schulhäusern. Oft sind sie es, die auf die Gemeinde zugehen, um Lösungsmöglichkeiten zu klären.
Die Abteilung Verkehr und Unterhalt der Gemeinde Köniz wird so den bewährten Massnahmen-Mix nach und nach an verschiedenen Standorten umsetzen. Begleitet werden die Massnahmen durch ausführliche Informationen.
Parallel dazu zielt das Programm Fuss Velo Köniz mit verschiedenen Angeboten und Aktionen darauf ab, die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Strassenverkehr zu erhöhen. Im Fokus steht das Ziel, dass sich die Kinder zu Fuss oder mit dem Velo auf den Schulweg machen.






