In mehreren Versorgungsgebieten können die von den Bundesbehörden vorgegebenen Höchstwerte nicht eingehalten werden, deshalb wird die Überwachung fortgeführt.
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Trinkwasser - Keystone

Der Einsatz des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil ist seit Anfang 2020 verboten. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat Chlorothalonil und seine Abbauprodukte im Jahr 2019 als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Seither werden diese Werte von der Wasserversorgung regelmässig überwacht. Trotz Überschreitungen der Höchstwerte besteht keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit und das Trinkwasser kann konsumiert werden.

Seit dem Sommer 2019 untersucht die Wasserversorgung mehrmals pro Jahr das Trinkwasser auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und insbesondere auf das in die Schlagzeilen geratene Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte.

Der Bund hat die Verwendung dieses Fungizids auf den 1. Januar 2020 verboten. Trotzdem zeigen die aktuellen Laboranalysen in einzelnen Wasserfassungen ein Jahr später weiterhin Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte von ein bis zwei Abbauprodukten von Chlorothalonil. Die neuesten Resultate finden sich auf der Website der Gemeinde Köniz unter www.koeniz.ch/trinkwasser.

Massnahmen werden fortgeführt

Das Mittel Chlorothalonil selbst ist nicht nachweisbar. Weil die Qualitätsansprüche an das Trinkwasser sehr hoch sind, dürfen auch Abbauprodukte den Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten. In mehreren Versorgungsgebieten können die von den Bundesbehörden vorgegebenen Höchstwerte bei ein bis zwei Abbauprodukten nicht eingehalten werden.

Deshalb führt die Gemeinde die getroffenen Massnahmen weiter. Die Gummerslochquellen im Köniztal bleiben vom Netz, die Vermischung der Margelquelle mit Aaregrundwasser wird fortgeführt und die Untersuchungsergebnisse werden zweimal jährlich veröffentlicht. Trotz Überschreitungen im Wangental, in der oberen Gemeinde, im Zentrum Köniz und Liebefeld besteht keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit. Die Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin konsumieren.

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