Mittels eines Online-Wahlhilfe smartvote können die Könizer auch dieses Jahr bei den Gemeindewahlen mitmachen.
Die Gemeindeverwaltung Köniz von vorne fotografiert.
Die Gemeindeverwaltung Köniz von vorne fotografiert. - Nau.ch

Am 26. September 2021 finden in Köniz die Gemeindewahlen statt. Auch dieses Jahr können sich die Wahlberechtigten mittels der Online-Wahlhilfe smartvote eine Wahlempfehlung erstellen lassen. Für die Wahlen 2021 wird der smartvote-Fragekatalog in einem Pilotprojekt unter direktem Einbezug der Könizer Wahlberechtigten zusammengestellt.

Die Wahlen für das Gemeindepräsidium, den Gemeinderat und das Parlament finden am 26. September 2021 statt. Auch dieses Jahr können die Wahlberechtigten ihre Positionen mittels der Online-Wahlhilfe smartvote mit denjenigen der Kandidierenden vergleichen und sich eine Wahlempfehlung erstellen lassen.

Neu ist: Die Wahlberechtigten können den Fragekatalog mitgestalten. Konkret werden 9’000 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Personen der Gemeinde in der Woche vom 14. Juni auf dem Postweg eingeladen, sich an der «Demokratiefabrik» zu beteiligen. Auf einer eigens dafür erarbeiteten Online-Plattform können diese Personen Fragen für den smartvote-Fragekatalog vorschlagen.

Die Vorschläge werden dann von anderen zufällig ausgelosten Teilnehmenden der Demokratiefabrik bewertet. Auch die Parteien werden einbezogen und können vorgängig Fragen zuhanden der Teilnehmenden vorschlagen. Die Demokratiefabrik wird vom 14. Juni bis am 2. Juli 2021 offenbleiben. Der finale smartvote-Fragebogen wird anschliessend online veröffentlicht und steht allen Könizerinnen und Könizern wie gewohnt zur Verfügung.

Pilotprojekt für mehr Partizipation

Der direkte Einbezug der lokalen Bevölkerung in die Erstellung des smartvote-Fragekatalogs stellt schweizweit ein Novum dar. Das Pilotprojekt in Köniz wird von einem Forschungsteam an der Universität Bern in Zusammenarbeit mit smartvote durchgeführt und vom Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP77 «Digitale Transformation» finanziert.

Mit einem digitalen Prototyp sollen die Chancen ausgelotet werden, welche die Digitalisierung für die politische Beteiligung bietet. Mittels technischer Innovation soll gewährleistet werden, dass eine maximale Diversität von Argumenten und Positionen in die Diskussion einfliessen und dass Teilnehmende im politischen Gestaltungsprozess eine autonome Rolle spielen.

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