Lärmreduktion: SVP Kirchberg fordert bauliche Massnahmen
Die SVP Kirchberg spricht sich für bauliche Massnahmen zur Lärmreduktion entlang der Kantonsstrasse Kirchberg Dorf aus. Eine Temporeduktion lehnt sie ab.

Die SVP Kirchberg SG hat am kantonalen Mitwirkungsverfahren zum Lärmsanierungsprojekt 73.3, Kantonsstrasse Kirchberg Dorf, teilgenommen und eine Stellungnahme eingereicht.
Das Projekt sieht zwei Hauptansätze zur Lärmreduktion vor: eine Erweiterung der Tempo-40-Zone oder bauliche Massnahmen in Form einer Lärmschutzwand.
Die SVP Kirchberg lehnt die Temporeduktion ab und spricht sich klar für bauliche Massnahmen entlang der Strasse aus.
Leistungsfähige Kantonsstrasse erhalten
Eine funktionsfähige Kantonsstrasse ist für Kirchberg als Wohn-, Arbeits- und Gewerbestandort unverzichtbar. Geschwindigkeitsreduktionen auf verkehrsorientierten Strassen sollen gemäss dem klaren politischen Willen von Kantonsrat und Regierung nur in echten Ausnahmefällen zum Einsatz kommen – nicht als Standardlösung.
Die Motion 42.23.05 «Kein Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen» wird aktuell im Strassengesetz verankert und setzt damit die Richtung unmissverständlich.
Ortsparteipräsident Marc Keller betont: «Lärmsanierungen dürfen nicht auf dem Rücken des Verkehrs gelöst werden. Wir brauchen Augenmass und sachgerechte Lösungen – keine pauschalen Temporeduktionen, die den Verkehrsfluss auf einer wichtigen Verbindungsachse unnötig behindern.»
Lärmschutzwand und lärmarmer Belag als sachgerechte Lösung
Die SVP Kirchberg fordert stattdessen die Umsetzung der technisch geprüften Lärmschutzwand an der Neudorfstrasse 20 und 22.
Eine Wand mit 1,8 Metern Höhe wurde im Projektbericht als beste Variante beurteilt und schützt die betroffenen Wohnungen dort, wo der Lärm tatsächlich am stärksten wirkt – ohne die Kantonsstrasse in ihrer Funktion als leistungsfähige Verbindungsachse zu beeinträchtigen.
Ergänzend dazu sieht das Projekt den Einbau lärmarmer Beläge vor, welche den Strassenlärm durch eine spezielle Oberflächenstruktur des Asphalts wirkungsvoll reduzieren.
Die SVP Kirchberg nimmt diese Massnahme zur Kenntnis, plädiert aber dafür, den Belagsersatz soweit möglich mit ohnehin anstehenden Unterhaltsarbeiten zu koordinieren, um Steuergelder haushälterisch einzusetzen.










