Grimsel-Dialog: Sorge um Energieprojekte in Brienz
Der Grimsel-Dialog sorgt in Brienz für Kritik: Der Gemeinderat verlangt Antworten zur Zukunft des Giessbachs und zur fehlenden Einbindung.

Wie die Gemeinde Brienz berichtet, hat der Gemeinderat mit Befremden von der gemeinsamen Medienmitteilung des Kantons Bern, der Kraftwerke Oberhasli AG und der beteiligten Verbände Kenntnis genommen.
Einerseits freut sich der Gemeinderat Brienz, dass sich die Parteien einigen konnten, ist anderseits enttäuscht, dass dies zulasten anderer Gemeinden und Projekten geht. Als Kompensationsmassnahme für den Bau des Trift-Speichersees wurden zusätzlich 18 Gewässernutzungsverzichte vereinbart.
Insgesamt werden damit 53 Gewässerabschnitte im Kanton faktisch der Nutzung entzogen; unter anderem auch der Giessbach in der Gemeinde Brienz. Was dies für unser bestehendes Kraftwerk Giessbach (Konzession bis 2039) in Zukunft bedeutet ist nicht klar.
Klares Nein zum Rückbau
Für den Gemeinderat ist es inakzeptabel, dass bestehende Infrastruktur zurückgebaut werden soll. Er erachtet es als unabdingbar, wirtschaftlich wie ökologisch, dass mindestens die bestehende Infrastruktur nachhaltig gesichert werden kann.
In das bestehende Kraftwerk Giessbach hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Arbeit und Geld investiert. Zudem ist im Giessbach schon seit längerem das Kraftwerk Botchen geplant, in welches ebenfalls sehr viel Zeit, Geld und Herzblut gesteckt wurde.
Der Gemeinderat erachtet dieses Projekt in Zukunft als sehr wichtig und nachhaltig für unsere Gemeinde, insbesondere wenn entsprechende Lösungen für das Speichern der Energie gefunden werden können.
Kritik an fehlender Einbindung
Der Gemeinderat erachtet es als Affront, dass die betroffenen Gemeinden weder einbezogen noch vorgängig informiert wurden, sondern erst über eine gemeinsame Medienmitteilung von Kanton, KWO, BKW und Umweltverbänden von den Einschränkungen an ihren lokalen Gewässern erfuhren.
Der Gemeinderat verlangt in einem Schreiben vom Regierungsrat eine Stellungnahme, insbesondere was die Zukunft des bestehenden Werkes im Giessbach anbelangt.









