Langnau am Albis ZH: Badmintonelite kämpft am Shuttlecup um den Sieg
In Langnau am Albis ZH messen sich am Wochenende die besten Badmintonspieler der Schweiz am Shuttlecup – erstmals als Teil der neuen Elite-Serie.

Nicht nur die besten Schwinger messen sich am Wochenende in der Region Zimmerberg, Nein auch die besten Badmintonspieler tun dies am Wochenende. Die einen müssen im Sägemehl in Kilchberg in die Hosen, die anderen kämpfen auf dem Parkettboden im sihlsports in Langnau a.A. um Punkte. Und so werden sich wohl die mächtigen Schwinger und die flinken Badmintonspieler im Ibis Adliswil beim Frühstück kreuzen.
Doch so verschieden die Athleten auch sein mögen, sie wollen alle nur eines. Einen Sieg am Traditionsturnier. Der shuttlecup der wie jedes Jahr den Auftakt in die Saison der Elite-Badmintonspieler macht, hat dieses Jahr sogar ein Upgrade erhalten und darf als erstes Testturnier der neu geschaffenen Elite-Serie eine neue Ära einläuten.
Und die Adliswiler dürfen in diesem Jahr in der Königsdisziplin sogar auf einen Heimsieg hoffen. Denn die grossen Favoriten im Mixeddoppel sind die jungen Nationalspieler Jorina Jann (Adliswil) und Liano Panza (Uzwil). Doch der Sieg wird bestimmt nicht einfach, denn schliesslich ist auch die Adliswiler Spielertrainerin Soraya De Visch Eijbergen mit dem Sihltaler Aufstiegshelden Felix Schütt am Start.
Und auch die starken welschen Nachwuchspaarungen Ekstrand/Cesari und Miauton/Brand werden ein Wörtchen mitreden wollen.
Im Dameneinzel ist Azkya Ruhanda, die Siegerin von 2022 wohl ganz klar zu favorisieren, auch wenn Victoria Dübendorfer erneut antritt und ihren Titel natürlich verteidigen möchte. Die einheimische Franca Schmid hat höchstens Aussenseiterchancen aber dürfte mit einem Podestplatz liebäugeln. Besser sieht es für den BCA im Herrendoppel aus.
Nachdem die beiden Topgesetzten Paarungen wegen Verletzungen kurzfristig absagen mussten, darf sich der gebürtige Adliswiler Ezra Cunningham mit seinem Partner Nils Harzenmoser (der 2022 und 2024 das Turnier bereits gewann) wohl Chancen auf den Sieg ausrechnen. Doch die Stadtzürcher Qowimhuramadoni (Sieger 2023)/Schmid gelten als absolute Topfavoriten. Auch Felix Schütt und Nolan Chanthakesone sind nicht zu unterschätzen und werden wohl ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen.
Extrem stark besetzt ist das Herreneinzel. Angeführt wird die Setzliste vom Vizeschweizermeister und Sieger von Pierrehumbert. Damit man überhaupt Aufnahme ins Turnier fand, musste man in der Schweiz in den Top 70 rangiert sein, was zeigt, dass die absolute Spitze der Herreneinzel in Langnau vertreten ist und es ein äusserst offenes und umstrittenes Rennen um den Sieg geben wird.
Kurzfristig noch ins Tableau gerückt ist der mit Lizenz plus neu für Adliswil antretende junge Winterthurer Alexander Lüthi. Man darf sehr gespannt sein, wie er sich in diesem hochklassigen Feld schlagen wird. Gar keine einheimische Paarung gibt es im sehr kleinen Damendoppelfeld.
Dort stehen für die Waadtländer Brand-Schwestern die Titelverteidigung als ziemlich sicher.
Es wird auf jeden Fall viele spannende Spiele und atemberaubende Ballwechsel geben bis die Siegerinnen und Sieger feststehen und wer weiss, vielleicht kann sich endlich wieder mal eine Adliswilerin oder ein Adliswiler in die seit 1956 geführten Siegerlisten eintragen.






