Herzogenbuchsee wird die Tageskarten Gemeinde auf Ende 2023 vom Markt nehmen. Grund dafür ist der eingebrochene Verkauf und die daraus resultierenden Verluste.
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Ein fast leerer Bus (Symbolbild) - unsplash.com

Wie die Gemeinde Herzogenbuchsee informiert, hat der Gemeinderat Herzogenbuchsee entschieden, ab Dezember 2021 keine Tageskarten Gemeinde mehr anzubieten. Grund für das Einstellen des Verkaufs sei die rückläufige Auslastung und die daraus resultierenden Verluste.

Im letzten Jahr 2020 sorgte Corona dafür, dass der Verkauf eingebrochen ist. Die Auslastung ist zwar in der Zwischenzeit wieder leicht gestiegen; aber nicht so, dass man an die früheren Verkaufszahlen anknüpfen könne, begründet der Gemeinderat seinen Entscheid.

Als weiterer Grund neben der fehlenden Auslastung müssen auch die vielen Alternativangeboten von Spartickets und Sonderangeboten der Transportunternehmen genannt werden. Nicht zuletzt werden die Tageskarten in ihrer jetzigen Form auf Ende 2023 vom Markt genommen.

Gemeinde hat Verlust durch Tageskarten

Herzogenbuchsee verfügt über vier Tageskarten, welche zu einem Preis von 42 Franken für Buchser, respektive für 45 Franken für Auswärtige, zum Kauf angeboten werden. Zudem werden seit März 2021 Last-Minute-Tageskarten für 25 Franken angeboten.

Insgesamt gibt die Gemeinde jährlich für die Tageskarten 64'000 Franken aus. Je nach Berücksichtigung der Verwaltungskosten resultiert dabei ein Verlust von 6'000 bis 13'500 Franken. Für einen kostendeckenden Verkauf müssten die Preise um rund 20 bis 25 Prozent erhöht werden. Mit anderen Worten: Bei einem Verkauf zum Vollkostenpreis würde die Nachfrage wohl zu stark sinken, was wiederum zu einem Defizit führen würde.

Eine genügende Auslastung ist momentan nicht absehbar. Sollte sich dereinst abzeichnen, dass es ab 2024 neue Produkte gibt, die wieder annähernd kostendeckend vertrieben werden können, wird die Gemeinde eine mögliche Wiedereinführung prüfen.

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